Im Fokus DAX: Neue Kursfantasien dank Mario Draghi?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Es waren mehrere Anläufe nötig, doch nun konnte der DAX erstmals in seiner Geschichte fünfstellige Notierungen vorweisen. Für den entscheidenden Schub sorgte am Ende EZB-Chef Mario Draghi. Allerdings bleibt es offen, wie lange die Kursrallye anhalten kann, wenn die wirtschaftliche Erholung in Europa nur schleppend vorankommt und die Deflationssorgen trotz des mutigen Eingreifens der Notenbanker noch nicht vom Tisch sind.

Schon vor der jüngsten EZB-Zinsentscheidung am 5. Juni hatten die Marktteilnehmer mit Maßnahmen gegen die sinkende Inflation in der Eurozone gerechnet. Aus diesem Grund sowie dank der jüngsten Rekordjagd an der Wall Street konnte der DAX die 10.000er-Punkte-Marke erstmals knacken. Auch wenn die geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen erwartet und damit teilweise eingepreist waren, profitierten die Aktienmärkte hierzulande noch einmal von der Senkung des Leizinses auf das Rekordtief von 0,15 Prozent , der Einführung eines Strafzinses von minus 0,10 Prozent für Einlagen bei der EZB und dem aufgelegten Kreditprogramm im Volumen von 400 Mrd. Euro. Speziell dieses ist teilweise zweckgebunden und soll daher Finanzhäuser dazu bringen, die Wirtschaft anzukurbeln, indem Kredite an Unternehmen und Privatkunden vergeben werden.

Noch hat sich die EZB nicht an ein europäisches Anleihekaufprogramm herangetraut. Ein solches könnte jedoch notwendig werden, wenn auch die jüngsten Maßnahmen im Kampf gegen die sinkende Inflation und schwächelnde Konjunktur nicht helfen sollten. Immerhin war die Geldpolitik der EZB auch in den vergangenen Jahren extrem locker. Trotzdem blieb der wirtschaftliche Aufschwung aus, während die Eurozone immer mehr in die Deflation abzudriften droht. Dies zeigt aber auch, dass möglicherweise weniger die Banken in Südeuropa, die keine Kredite vergeben wollen, am schwachen Wirtschaftswachstum schuld sind, sondern eventuell auch eine zu geringe Nachfrage nach Verschuldung vonseiten von Firmen und Haushalten. Schließlich unternehmen sie, genau wie einige europäische Staaten den Versuch, sich zu entschulden und möchten daher trotz niedriger Zinsen keine neuen Kredite aufnehmen.

Angesichts der Herausforderungen, vor denen die europäische Wirtschaft weiterhin steht, sorgten die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA für Erleichterung an den Börsen. Diese machten deutlich, dass die Wachstumsschwäche im ersten Quartal 2014 dem ungewöhnlich kalten Wetter geschuldet gewesen sein dürfte. Laut Angaben des US-Arbeitsministeriums vom 6. Juni lag der Stellenaufbau in der Privatwirtschaft im Mai bei 217.000. Während die Arbeitslosenquote bei 6,3 Prozent verharrte, konnte man jedoch verkünden, dass nun nach knapp fünf Jahren Aufschwung die während der großen Rezession weggefallenen Stellen wieder aufgebaut werden konnten. Sollten die US-Börsen weiterhin von dieser positiven Entwicklung profitieren können, dürfte auch der DAX mitgezogen werden. Allerdings bieten sich mit der sich nur schleppend erholenden Konjunktur hierzulande, der riskanten Geldpolitik der EZB oder der politischen Unruhen in vielen Teilen der Welt genügend Risiken, die doch noch für eine Stimmungseintrübung an den Aktienmärkten sorgen könnten.

Spekulative Anleger, die steigende DAX-Notierungen erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT3J2L) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,36, die Knock-Out-Schwelle bei 7.140 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende DAX-Kurse setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT3J56, aktueller Hebel 3,28; Knock-Out-Schwelle bei 12.730 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu.

Stand: 12.06.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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