War es das für die Goldpreis-Bullen?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Wieder einmal war das Aufbäumen der Goldpreis-Bullen nicht von Dauer. Dabei sieht es im Moment sogar danach aus, dass sich die Abwärtsbewegung fortsetzen könnte, außer die Ukraine-Krise spitzt sich weiter zu und sorgt damit möglicherweise für Wirtschaftssanktionen sowie verstärkte Unsicherheiten an den Finanzmärkten.

Zu Beginn des Jahres hatten die politischen Unruhen in der Ukraine und die aufgekommenen Wachstumssorgen in Schwellenländern wie China auch zu einer Flucht der Anleger in Gold geführt. Immerhin gilt dieses als Sicherheitsinvestment. Allerdings hielt die Aufwärtsbewegung beim Goldpreis nicht sehr lange, so dass der Goldpreis zuletzt in den Bereich von 1.250 US-Dollar je Feinunze zurückfiel. In der DZ BANK Research-Abteilung erwartet man in den nächsten 12 Monaten vom aktuellen Preisniveau aus sogar einen weiteren signifikanten Goldpreisverfall von rund 15 Prozent. Damit befindet man sich am unteren Ende der Konsensschätzungen. Als Begründung wird unter anderem die erwartete positive Konjunkturentwicklung (wenn nicht ganz so ausgeprägt) in den USA angeführt. Diese sollte sowohl dem US-Dollar als auch der Zinsentwicklung in die Karten spielen. Damit wären die beiden wichtigsten negativen Goldpreistreiber laut Expertenmeinung weiterhin intakt.

Angesichts des wetterbedingt sehr schwach ausgefallenen ersten Quartals haben unsere DZ BANK Analysten ihre BIP-Prognose für die größte Volkswirtschaft der Welt für 2014 von 3,2 auf 2,6 Prozent gesenkt. Für das nächste Jahr wird mit einem Wirtschaftswachstum um 2,9 Prozent (zuvor: 3,0 Prozent) gerechnet. Dies führt in Verbindung mit dem geringen Inflationspotenzial zu einer Reduktion der 12-Monatsprognose für die Renditen der US-Staatsanleihen von 3,7 auf 3,3 Prozent. Da Gold negativ auf steigende Zinsen reagiert und dieser Anstieg nun weniger stark ausfällt als bisher veranschlagt, wurde die 12-Monatsprognose für den Goldpreis bei der DZ BANK leicht von 1.000 auf 1.050 US-Dollar je Unze angehoben. Trotzdem ergibt sich zu den aktuellen Notierungen einiges an Abwärtspotenzial.

Gold ist jedoch nicht nur fundamental, sondern auch charttechnisch angeschlagen. Die Goldnotiz befand sich seit Anfang April in einem relativ schmalen Preiskanal zwischen 1.280 und 1.320 US-Dollar. Diesen Preiskanal hat Gold in den letzten Tagen nach unten verlassen. Der Preisrutsch wurde sicherlich auch durch technisch-orientierte Anleger intensiviert. Die Ukraine-Prämie hat sich mittlerweile abgebaut und der Risikoappetit der Anleger kehrt zurück. Vor allem der Aktienmarkt bindet derzeit die Aufmerksamkeit der Anleger. Kein Wunder, schließlich konnte der DAX zuletzt erstmals auch auf Schlusskursbasis die 10.000er-Marke knacken, während sich auch die Wall Street auf Rekordjagd befindet. Daher sollte es mit einer Preiserholung beim gelben Edelmetall schwierig werden, so lange es nicht zu einer großen Verschlechterung der Lage in der Ukraine kommt.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Goldpreises könnte sich ein Put-Optionsschein auf Gold der DZ BANK (WKN DZ7ZXA) anbieten. Das Papier wird am 24. November 2014 fällig. Der Strike liegt bei 1.200 US-Dollar, während das Bezugsverhältnis 10:1 beträgt. Fällt Gold bis Ende November auf 1.125 US-Dollar, würde der Käufer des Put-Optionsscheins bei unverändertem Euro/USD-Wechselkurs eine Performance von 267 Prozent erzielen. (aktueller Kaufkurs des PUT 2,07 Euro)

Stand 11.06.2014/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
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