Sparer aufgepasst!

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Bildquelle: Pressefoto © Erste Group

Senti_11062014-230x180Die jüngste Zinssenkung der EZB hat mir ganz deutlich vor Augen geführt, dass herkömmliches Sparen auf dem Sparbuch oder via Tagesgeld keinen Sinn ergibt. Eigentlich müsste man den EZB-Beschluss als ganz klare Aufforderung lesen, hemmungslos zu investieren oder Geld für Konsumzwecke auszugeben. Da ich aber dazu erzogen wurde, für später zu sparen, fällt mir eine derartige Verhaltensweise ziemlich schwer – wie vermutlich vielen anderen Deutschen auch. Konto abräumen, auf die Altersvorsorge verzichten? Aber wer nichts macht, dem frisst die negative Realverzinsung das Geld von alleine weg. Bleibt also als Ausweg nur noch, in riskantere Anlageformen zu wechseln, wenn man sich mehr Rendite wünscht.

Es dürfte aber viele Menschen geben, die gar nicht so viel Geld auf dem Sparkonto haben, als dass sie sich über interessantere Anlageformen überhaupt Gedanken machen müssten. Und wer dann tatsächlich sein Sparbuch abräumt, um sich vielleicht endlich einen langgehegten Wunsch zu erfüllen, lebt immer in der Angst, etwas Unvorhergesehenes könnte womöglich zu einer Überziehung auf dem Girokonto führen. Die gibt es natürlich nicht für ein oder zwei Prozent p. a., sondern oft nur zu zweistelligen Zinssätzen. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn Zinssenkungen der EZB nicht mehr in der Realwirtschaft ankommen.

Richtig interessant wird es auf der Kreditseite jedoch, wenn man nach Großbritannien geht…

Auf www.der-goldberg.de geht es weiter

GoldbergEin Beitrag von Joachim Goldberg.

Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein. Seitdem setzt er sich intensiv mit der ”Behavioral Finance” genannten verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse auseinander.
Joachim Goldberg schreibt regelmäßig auf seinem Blog www.der-goldberg.de.

Bildquelle: Pressefoto © Erste Group


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