Braas Monier: Wienerberger-Konkurrent macht Ernst mit IPO

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Bildquelle: Pressefoto Braas Monier Building Group

Nun wird es Ernst: Der Ziegelkonzern Braas Monier Building Group S.A. (WKN BMSA01), ein enger Konkurrent des österreichischen Marktführers Wienerberger (WKN 852894) macht sich für die Frankfurter Börse startklar. Am Vorabend gab Braas Monier die Preisspanne bekannt, demnach werden die Aktien innerhalb einer Preisspanne von 23 bis 28 Euro je Aktie angeboten. Der heute beginnende Angebotszeitraum endet voraussichtlich am 24. Juni 2014. Die Erstnotiz ist dann für den 25. Juni 2014 vorgesehen.

Im Zusammenhang mit dem Angebot werden bis zu 4.347.827 Aktien neu ausgegeben sowie bis zu 15.714.286 bestehende Aktien platziert. Die erwarteten Bruttoerlöse von ca. 100 Mio. Euro aus der Ausgabe neuer Aktien sollen zum Schuldenabbau des Unternehmens verwendet werden sowie für allgemeine Unternehmenszwecke. Die verkaufenden Aktionäre (u.a. Apollo Management, TowerBrook Capital Partners, York Capital Management und BNP Paribas) stellen zusätzlich bis zu 2.951.088. Aktien für eine Mehrzuteilung für die Konsortialbanken zur Verfügung (Greenshoe-Option).

Unter der Annahme des vollständigen Verkaufs aller angebotenen Aktien zum Mittelwert der Preisspanne (einschließlich Greenshoe-Aktien) ergibt sich ein Emissionsvolumen von 571 Mio. Euro. Der Anteil des Streubesitzes wird nach Kapitalerhöhung 57,5 Prozent betragen.

Braas Monier-Chef Pepyn Dinandt warb für die Aktie: „Braas Monier ist ein attraktives Investment für alle Investoren, die von der erwarteten Erholung im europäischen Wohnungsbau, den Wachstumschancen in Schwellenländern und den Trends im Bedachungsmarkt profitieren wollen. Mit unserem integrierten Produktangebot und führenden Marktpositionen sind wir hervorragend aufgestellt, um von diesen Entwicklungen zu profitieren. Wir verfolgen eine klare Strategie, um unsere führende Position auszubauen, unsere Kostenstruktur weiter zu optimieren, überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen und so nachhaltig Wert für Aktionäre zu schaffen.“ Und weiter: „Wir sind zuversichtlich, durch unseren starken Cashflow mittelfristig den von uns angestrebten Verschuldungsgrad zu erreichen. Durch die im Zusammenhang mit dem Börsengang geplante Kapitalerhöhung werden wir unser Ziel jedoch deutlich schneller erreichen und so unsere finanzielle Flexibilität weiter erhöhen.“

Im Jahr 2013 erwirtschaftete Braas Monier einen Umsatz von 1,23 Mrd. Euro (2012: 1,32 Mrd. Euro) und eine operative EBITDA-Marge von 13 Prozent (2012: 10 Prozent). Einmalige Restrukturierungsaufwendungen von 72 Mio. Euro belasteten dabei das Gesamtergebnis 2013 und führten zu einem Verlust von 69 Mio. Euro. Für das Jahr 2014 werden wesentlich niedrigere operative Restrukturierungskosten erwartet. Zum 31. Dezember 2013 hatte Braas Monier externe Nettoverbindlichkeiten von 449 Mio. Euro.

Braas Monier erwirtschaftete im ersten Quartal 2014 einen Umsatz von 250 Mio. Euro und ein operatives EBITDA von 21 Mio. Euro. Das entspricht einer Verbesserung um 34 Mio. Euro, bzw. 24 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Der überproportionale Anstieg des operativen EBITDA ist auf Einsparungen und Effizienzgewinne zurückzuführen, die im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen des Unternehmens erzielt wurden. Gemessen am Absatzvolumen konnte das Unternehmen einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei Dachziegeln und Dachsteinen verzeichnen. Das gilt vor allem für Deutschland, Großbritannien, Polen und die Benelux-Länder. Positiv auf den Umsatz wirkten sich auch die gute Geschäftsentwicklung bei Dachkomponenten und Schornsteinen aus.

Für 2014 geht das Management von einem leichten Wachstum des Bedachungsmarkts aus. Weiterhin wird ein leichtes Umsatzwachstum in 2014 erwartet, angetrieben von Volumen- und Preissteigerungen. Das Management geht davon aus, dass die positive Entwicklung, die sich im ersten Quartal 2014 in einigen Märkten gezeigt hat, weiter anhalten wird, jedoch an Fahrt verlieren wird. Auf Basis der Annahmen zum Umsatzwachstum und unter Berücksichtigung von Effizienzsteigerungen und einer verbesserten Kostenstruktur ist das Management zuversichtlich, dass das operative EBITDA im Jahr 2014 im Vergleich zum erwarteten Umsatzanstieg überproportional zulegen wird.

Bildquelle: Pressefoto Braas Monier Building Group


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