Lufthansa-Aktie: Stärkerer Gegenwind

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Lufthansa AG

Zu Beginn dieses Jahres konnte man bei der Lufthansa (WKN 823212) noch die Fortschritte bei der Konzernumstrukturierung, den überraschend deutlichen Gewinnanstieg im Geschäftsjahr 2013 und die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen feiern. Selbst zwischenzeitliche Streiks schienen der Kranich-Airline wenig ausmachen zu können. Doch mit der nun ausgesprochenen Gewinnwarnung hat man viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt.

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Dies zeigt sich unter anderem daran, dass die Lufthansa-Aktie am Mittwoch mit zweistelligen Kursverlusten abgeschlagen am DAX-Ende notiert. Auf Unternehmensseite geht man für 2014 nur noch von einem operativen Ergebnis in Höhe von rund 1 Mrd. Euro aus, nachdem zuvor ein Wert zwischen 1,3 und 1,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden war. Auf bereinigter Basis sollen etwa 1,3 Mrd. Euro (zuvor: 1,7 bis 1,9 Mrd. Euro) zu Buche stehen. Als Begründung wird die hinter den Erwartungen zurückbleibende Umsatzentwicklung im Passagier- und Frachtgeschäft angeführt. Gleichzeitig wird die Ergebnisentwicklung durch Streiks und eine Abwertung des venezolanischen Bolivars belastet. Auch für 2015 wurde die Prognose gesenkt. Statt wie bisher 2,65 Mrd. Euro, erwartet das Management nur noch ein operatives Ergebnis von rund 2 Mrd. Euro.

Den Ergebnisschaden aus dem Streik der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit Anfang April bezifferte der Konzern mit 60 Mio. Euro, während sich Wertberichtigungen auf Forderungen in venezolanischem Bolivar in gleicher Höhe negativ bemerkbar machten. Noch mehr dürfte dem Unternehmen jedoch die Tatsache zu schaffen machen, dass sich vor allem im Amerika- und Europageschäft mehr Wettbewerber breitmachen und die steigenden Überkapazitäten zu einem Preisverfall führen. Ganz besonders hat man bei der Lufthansa die staatlich geförderten Airlines aus der Golfregion im Blick, die nun auch verstärkt über Anteilsaufstockungen an europäischen Unternehmen neue Märkte erobern.

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Lufthansa reagiert unter anderem mit einem verringerten Angebot im Winter. Zudem sollen im Juli Maßnahmen vorgestellt werden, mit Hilfe derer die Konzernumstrukturierung noch entschiedener angegangen werden soll. Damit kommt auf den neuen Mann an der Spitze Carsten Spohr gleich zu Beginn seiner Amtszeit als Lufthansa-Vorstandschef eine Herkulesaufgabe zu. Wer der Ansicht ist, dass er die Aufgabe meistert und auf steigende Kurse der Lufthansa-Aktie setzen möchte, könnte es mit dem Produkt mit der WKN HY1UZ0 versuchen.

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