Achtung Vola! Angstbarometer auf niedrigem Niveau

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Die Börsen sind in Rekordlaune. Der deutsche Aktienindex DAX konnte endlich die historische Marke von 10.000 Punkten überwinden. Während die Aktienmärkte generell „kräftig“ zulegten, ging es im Volatilitätsindex „CBOE Volatility Index“ (Schwankungsintensität des US-Index S&P 500) nach unten. Seinen letzten Hochpunkt erreichte der Index im Oktober 2011 bei 46 Rund Prozent (gemessen anhand der Standardabweichung).

Es folgte eine Abwärtsbewegung (Linie 1), die Ende 2012 in eine Seitwärtsbewegung überging. Die Obergrenze bildet dabei der Bereich von 20 Prozent (Linie 2). Die untere Begrenzung verläuft bei 11 Prozent (Linie 4).

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Im Januar 2007 notierte der CBOE Volatility Index bei 9,9 Prozent. Dieses Tief konnte seitdem nicht mehr erreicht werden. Bemerkenswert ist, dass fünf Monate nach dem Erreichen dieses Tiefs, die US-Märkte kollabierten. Aktuell notiert der Index bei 10,7 Prozent. Mit dem Unterscheiten der Linie 4 wurde im Point & Figure Chart ein neues Verkaufssignal ausgelöst (Punkt 5). Der Volatilitätsindex scheint seinen Abwärtstrend fortzusetzen.

Volatilitätsindex – auch Angstbarometer genannt

Die Aktienmärkte sind dafür bekannt in steigenden Marktphasen an Volatilität zu verlieren. Häufig erreicht der Volatilitätsindex vor Marktrückgängen ein niedriges Niveau. Deshalb wird der Volatilitätsindex auch gerne „Angstbarometer“ genannt. Müssen wir jetzt aufgrund der niedrigen Marktvolatilität mit einem Crash rechnen? Unseres Erachtens nicht. Jedoch ist in den nächsten Wochen, nach den Rekordständen in den USA und in Deutschland mit einer erhöhten Schwankungsintensität und auch mit einer Konsolidierung zu rechnen.

An dieser Stelle sei noch angemerkt: Diejenigen unter Ihnen, die neben Aktien auch Optionsscheine oder Optionen handeln, sollten die weitere Entwicklung der Volatilität stärker beobachten. Ein Anstieg der Volatilität wirkt sich positiv auf die Preisentwicklung eines Optionsscheins oder einer Option aus.

Fazit

Die Schwankungsintensität des Leitmarktes USA befindet sich auf einem im Zeitvergleich sehr niedrigen Niveau. Dies ist häufig ein Anzeichen für eine Marktkonsolidierung. Achten Sie also in gewohnter Weise auf Ihre Stop-Loss-Kurse.

Stand: 10.06.2014 – Ein Gastkommentar der Redaktion des Börsendienstes „Der Börsen-Berater“. Mehr Informationen unter www.boersen-berater.de


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