Schlussgong: Rückfall an den Börsen – Die Bullen müssen auf der Hut sein

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Die schwindelerregende Fahrt in der Börsenachterbahn geht munter weiter: Mittwoch steil nach unten, Donnerstag steil nach oben und am heutigen Freitag wieder steil nach unten. Der DAX hat über 3% verloren, der Dow Jones 2,5%.

Die Suche nach den Gründen für den Kurssturz ist heute noch schwieriger. Selbst die Bären wissen nicht genau, warum am Nachmittag plötzlich Rückenwind einsetzte. In einer ersten Reaktion wurde das gesunkene US-Verbrauchervertrauen als Auslöser genannt.

Am letzten Handelstag im Crash-Monat Oktober haben die Bären zugeschlagen

Doch diese Erklärung steht mal wieder auf schwachen Beinen: Die Analysten hatten diese Entwicklung fast punktgenau erwartet. Aber an manchen Tagen reicht schon eine “gefühlt” schlechte Nachricht. Die Zeit für Gewinnmitnahmen war offensichtlich für viele Investoren reif.

Immerhin war das heute nicht nur der letzte Handelstag in dieser Woche, es war auch noch der letzte Handelstag im gefürchteten Crash-Monat Oktober. Ein Blick auf den Kalender könnte bei einigen Investoren eine leichte Gänsehaut ausgelöst haben.

Jahresendrally oder Kampf mit der 5.000-Punkte-Marke

Von der psychologischen Seite her betrachtet, ergibt sich jetzt eine interessante Ausgangslage: Durch den DAX-Rückgang von 5.800 auf 5.400 Punkte ist wieder Luft nach oben vorhanden. Eine klassische Jahresendrally kann den DAX um 10% auf rund 6.000 Punkte steigen lassen. Im Juni/Juli war der DAX auch erst von 5.200 auf 4.600 Punkte abgestürzt, um dann einen gewaltigen Zwischenspurt Richtung 5.800 Punkte einzulegen.

Allerdings sollte der Anlauf nicht von zu weit hinten erfolgen. Sackt der DAX auf 5.200 Punkte oder tiefer, droht ein Sturz unter die 5.000-Punkte-Marke. Das Sicherheitspolster ist heute also erheblich geschmolzen. Die nächste Börsenwoche wird spannend.

Der USD spielt wieder eine Hauptrolle

Interessant ist auch, dass das Muster, das ich Ihnen hier im Schlussgong in dieser Woche aufgezeigt habe, heute wieder passt: Der USD hat sich im Verhältnis zum Euro auf 1,47 erholt und prompt sinken die Preise für Aktien, Rohstoffe und Edelmetalle. Der USD hat still und heimlich eine Hauptrolle an der Börse übernommen


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