Siemens: Schmerzhafte Sparmaßnahmen

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Bildquelle: Pressebild Siemens

Auch wenn Medien berichten, dass der Industrieriese Siemens (WKN 723610) mehr als 11.000 Stellen abbauen will, halten sich die Kursreaktionen am Freitag in Grenzen. Immerhin kommt dies nicht gerade überraschend, da Konzernchef Joe Kaeser bereits die Eckpunkte für einen Konzernumbau vorgestellt hatte. Für den Kursverlauf der Siemens-Aktie dürfte es kurzfristig außerdem wichtiger sein, wie das konkrete Angebot der Münchner für den französischen Konkurrenten Alstom (WKN A0F7BK) aussehen wird.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, möchte man bei Siemens etwa 11.600 Stellen abbauen. Während solche Sparmaßnahmen an der Börse in der Regel sehr gut ankommen, zögern Investoren am Freitag noch bei dem DAX-Wert kräftig zuzugreifen. Schließlich wartet man noch auf ein konkretes Angebot für Alstom. Bis zum 16. Juni soll Klarheit herrschen, ob und in welcher Höhe Siemens in den Übernahmepoker einsteigt. Allerdings dürfte es nicht wenige Anleger geben, die General Electric (GE) (WKN 851144) den Zuschlag gönnen, so dass sich Siemens nicht mit einem Bieterkampf herumschlagen muss.

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Wenn die Alstom-Frage geklärt ist, dürften sich die Investoren erneut auf die abermalige Umstrukturierung bei Siemens konzentrieren. Bis zum Herbst 2016 sollen die Kosten um 1 Mrd. Euro gesenkt werden. Neben Stellenstreichungen soll der Gesamtkonzern verschlankt und so für mehr Wachstum fit gemacht werden. Dazu gehören auch Verkäufe von Geschäftsbereichen, die nicht mehr zum Kerngeschäft gezählt werden. Wer vom Erfolg der Umstrukturierung überzeugt ist und auf steigende Kurse der Siemens-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN HY0F0K ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressebild Siemens


2 KOMMENTARE

  1. Die abermalige Umstrukturierung bei Siemens kommt nicht überraschend. Insgesamt zeigt Siemens seit Jahren alle Charakteristika eine Holding, Unternehmensteile werden gekauft, umstrukturiert und wieder verkauft – siehe beispielsweise auch Medizintechnik-Sparte.

    Wenn Unternehmenskäufe und -verkäufe das Kerngeschäft darstellen, dann sollte damit natürlich langfristig auch Profit gemacht werden, dies ist aber nur dann möglich, wenn zu günstigen Preisen gekauft und zu hohen Preisen verkauft wird. Hier muss Siemens zeigen, dass es Kompetenzen hat.

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