Sell in May bei DAX 10.000?

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Senti_28052014-230x180Auch dieses Jahr scheint es nicht so richtig zu klappen mit der Börsenregel „Sell in May and go away“. Aber ich habe von solchen Weisheiten eh‘ nie viel gehalten. Immerhin bleiben denjenigen, die sich bislang zurückgehalten und sich ihre geplanten Mai-Verkäufe bis zum Monatsende aufgespart haben, noch zwei Tage übrig, möglicherweise an Himmelfahrt, am Allzeithoch und bei einem DAX-Stand von gleichzeitig 10.000 Zählern zu verkaufen. Das wäre doch genial, wenn das Börsenbarometer an dieser Stelle umkehren und danach für die nächsten Monate deutlich nach Süden ziehen würde.

Das wäre doch wie im Märchen!

Dann hätte die Mai-Regel immerhin doch noch gezogen!

Aber Schluss mit dem Quatsch! Wer nämlich in Sachen Mai-Verkauf ein ungünstiges Timing gehabt hat, der liegt jetzt schon einmal über fünf Prozent mit seiner Short-Position daneben und muss diesen Buchverlust erst einmal wieder wettmachen.

Ohnehin haben den Traum, in der Nähe eines Allzeithochs verkaufen, einige Akteure schon vor Tagen gehabt – und leider auf deutlich niedrigerem Niveau auch umgesetzt. Die geopolitische Lage und das europäische Wahltheater hätten es (aber nur bis zum vergangenen Wochenende) gerechtfertigt…

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GoldbergEin Beitrag von Joachim Goldberg.

Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein. Seitdem setzt er sich intensiv mit der ”Behavioral Finance” genannten verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse auseinander.
Joachim Goldberg schreibt regelmäßig auf seinem Blog www.der-goldberg.de.


1 KOMMENTAR

  1. Hallo,
    ich halte auch nicht viel von der Sell-In-May-Regel. Auch wenn sie häufig funktionierte, mag es häufig auch nur Zufall gewesen sein, dass ein Crash gerade in den Sommermonaten war.

    Gruß
    Stefan

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