DEUTZ: Wachstumsstarker Motorenhersteller

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Bildquelle: Pressefoto DEUTZ AG

Diblo Nachgefragt

In unserer Interview-Reihe wollen wir Unternehmen aus der D-A-CH-Region die Möglichkeit geben, sich kurz und knapp zu präsentieren. Die Idee hinter „Die Börsenblogger nachgefragt“ ist es, wenig bekannte Unternehmen vorzustellen, um so auch das Interesse von Investoren zu wecken, die bisher nur auf deutsche Blue Chips fixiert waren. Neben dem anfänglichen Standardfragebogen wird künftig jedes Quartal bzw. Halbjahr der Gesprächsfaden erneut durch aktuelle Fragen aufgenommen. Wir hoffen dadurch, auch ein wenig einen kleinen Teil zur Verbesserung der Aktienkultur in Deutschland beitragen zu können.

Dr. Margarete Haase, Vorstand Finanzen, Personal und Investor Relations der DEUTZ AG.
Dr. Margarete Haase, Vorstand Finanzen, Personal und Investor Relations der DEUTZ AG.
Heute richtet sich der Blick auf den im SDAX notierten Motorenhersteller DEUTZ (WKN 630500). Als Gesprächspartner stand uns Dr. Margarete Haase, Vorstand Finanzen, Personal und Investor Relations der DEUTZ AG, Rede und Antwort.

Die Börsenblogger: Erklären Sie kurz, was ihr Unternehmen macht?

Dr. Margarete Haase: Die DEUTZ AG ist ein unabhängiger Produzent von Dieselmotoren, die beispielsweise in Baumaschinen, Traktoren oder Lastkraftwagen eingebaut werden. DEUTZ steht für führende Technologie und Produkte hoher Qualität.

Die Börsenblogger: Nennen Sie die drei wichtigsten Elemente ihrer Equity-Story

Dr. Margarete Haase: Erstens, DEUTZ verfolgt eine klare Wachstumsstrategie, die auf den Säulen Erweiterung der Kundenbasis, Erweiterung der Produktbasis und Internationalisierung aufbaut. Zweitens weist die Marge ein deutliches Ergebnisverbesserungspotential auf – derzeit wird sie noch durch eine Vielzahl von Produktanläufen beeinträchtigt. Auch die vor kurzem kommunizierte Standortoptimierung mit der Schließung von zwei deutschen Standorten wird zur Ergebnisverbesserung beitragen. Und drittens ist DEUTZ ein Investment in den Wachstumsmarkt China, in den wir investiert haben und werden.

Die Börsenblogger: Welches sind die drei bedeutendsten Punkte für ihr Geschäft in den nächsten Jahren?

Dr. Margarete Haase: Von zentraler Bedeutung ist die Wachstumsstrategie mit der Generierung von Skaleneffekten, die von mehreren strukturellen Wachstumstreibern getragen wird: Zunächst unserem Neukundengeschäft – in den vergangenen Monaten konnten wir unter anderem Manitou, Argo Tractors und Bobcat Europe als Neukunden gewinnen. Des Weiteren den höheren Emissionsstandards, die signifikant komplexere und damit wertigere Produkte erfordern. Und schließlich unserem China-Engagement – neue Aktivitäten werden wir hier voll konsolidieren.

Fließmontage bei DEUTZ
Fließmontage bei DEUTZ
Die Börsenblogger: Welche sind die wichtigsten Entwicklungen in Ihrer Branche?

Dr. Margarete Haase: Für Motorenhersteller ist die Emissionsgesetzgebung der wesentliche Innovationstreiber. In den vergangenen Jahren haben wir eine komplett neue Motorengeneration entwickelt, die den jüngsten Anforderungen der Emissionsstandards in Europa und Nordamerika entspricht. Im Vergleich zum Wettbewerb zeichnen sich DEUTZ-Motoren insbesondere durch kompakte Einbaumaße, niedrige Kraftstoffverbräuche und smarte Abgasnachbehandlungskonzepte aus, so dass wir unsere Kundenbasis verbreitern konnten.

Die Börsenblogger: Was bietet ihr Unternehmen besonderes für Kleinanleger?

Dr. Margarete Haase: Die DEUTZ-Aktie ist ein interessantes Investment für Investoren, die ein Interesse an einem Engagement in einen wachstumsstarken Maschinenbauwert mit deutlichem Ergebnisverbesserungspotential und, angesichts des zyklischen Geschäftsumfelds, einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont haben. Für deutsche Kleinanleger ist besonders attraktiv, dass die DEUTZ AG eine steuerfreie Dividende auszahlen kann.

Die Börsenblogger: Vielen Dank für das Interview.

Wir werden die Reihe in den nächsten Wochen unregelmäßig fortsetzen.

Bildquellen: DEUTZ AG


3 KOMMENTARE

  1. Ein „treuer“ Kleinanleger, der z.B. im Jahre 2008 ca. 11,80 für die Deutzaktie bezahlt hat, wartet auch heute noch auf den wiederholt versprochenen Erfolg des Unternehmens, um die Verluste in etwa ausgleichen zu können !!! Die „steuerfreie“ Dividende, sofern es überhaupt eine gibt bzw. gab, muss m.E. jeder Anleger bei Verkauf des Papieres nachversteuern.
    Mit freundlichen Grüßen
    Herta

  2. Seit Jahren hoffe ich ohne Verlust aus der Deutz-Aktie zu kommen. Wie soll die Aktie auch steigen, wenn die Gewinne, falls es Gewinne gab, nach China zu den „Deutz-Geschäftspartnern“ investiert wurden.
    Die Klein-Aktionäre haben bei Deutz nie eine große Rolle gespielt. Die Dividendenzahlung im letzten Geschäftsjahr von 7 Cent war reine Verdummung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ludger

  3. Als treuer Kleinanleger, der z.B. im Jahre 2012 ca. 3,12€ für die Deutz-Aktie bezahlt hat, ist erfreut…

    Zu Euch anderen zweien kann ich nur sagen, vielleicht denkt Ihr einmal über Eure Anlagestrategie nach… Verluste begrenzen heißt hier das Stichwort!
    Gerade „Herta“… Für 11,80€ (mit Spesen der Bank wahrscheinlich, da der Kurs 2008 nicht bei 11,80€ lag) wäre eine Stop-Loss-Order besser gewesen… Und nach 2009 den „Gewinn“ wieder neu anzulegen…
    Wenn du heute immer noch die Aktie besitzt, oh mein Gott… Dann hast du echt einen langen Atem und musst auf einen „Kursverdoppler“ warten, um überhaupt an deinen Einstandskurs ranzukommen…

    Zu „Ludger“… Ich frage mich, welche Firma schon großen Wert auf seine Aktionäre legt? Wenn du nicht gerade Hauptaktionär bist… Da stehen wir leider am Ende der „Nahrungskette“.

    Kostolany: „An der Börse ist eine halbe Wahrheit eine ganze Lüge.“ 😀

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