Point&Figure DAX: Und was machen wir, wenn der Ausbruch über die 9800 nicht klappt?

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Lieber Leser, liebe Leserin,

Aktuell (Mittwoch 10:00) steht der DAX bei 9740 Zählern und damit noch immer knapp unter dem Allzeithoch von 9794 Punkten.

Argumente gegen den Sprung über 9800

Das der Sprung über die rund 9800 nicht einfach werden würde, dürfte jedem Anleger klar sein. Argumente dafür gibt es genug:

Zuerst einmal ist ein Allzeithoch per se ein hartnäckiger Widerstand. Deswegen ist ja ein Überwinden auch solch ein mächtiges bullishes Signal. An diesen Stellen platzieren sich die Bären bevorzugt mit ihren Leerverkaufs-Ordern, weil sie die Wette eingehen, dass diese Bastion nicht so schnell fallen wird.

Dann reicht ein Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage aus der Ukraine, um einen massiven Hemmschuh für die Bullen zu erkennen. Hier ist mittlerweile so gut wir nichts mehr klar und die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung ist immens.

Und das mag nun einmal kein Anleger besonders gerne.

Aber das Überraschungsmoment…..

Allerdings dürfen die Bären sich auch nicht zu sicher sein:

Schließlich hat die Börse sehr oft die Eigenschaft, genau das zu machen, womit die Masse der Investoren nicht rechnet.

Langer Rede, kurzer Sinn: Niemand kann Ihnen sagen, ob die 9800 in diesem Anlauf nachhaltig überwunden werden.

Sie müssen also für beide Szenarien, den erfolgreichen Durchbruch, aber auch ein Scheitern gerüstet sein.

Dann wollen wir mal einen Blick auf den Point&Figure-Chart des DAX in der Bulls-Eye-Broker-Einstellung mit aktuell 50 Punkten pro Kästchen werfen und die entscheidenden Marken herausarbeiten.

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point&Figure DAX: Entscheidend sind die 9450 bis 9400

Als kleines “Schmankerl” habe ich Ihnen heute die Wyckoff-Darstellung mitgebracht. Hier beträgt das Reversal 1, allerdings ist die Konstruktion völlig unterschiedlich zum “normalen” Point&Figure-Chart. Ich möchte an dieser Stelle aufgrund des Umfangs der Erklärung nicht weiter darauf eingehen und werde das an gegebener Stelle nachholen.

Wichtig ist: In der Wyckoff-Darstellung lassen sich horizontale Unterstützungen und Widerstände hervorragend erkennen.

9400 bis 9450 sind entscheidend

Und der Blick auf den Chart zeigt uns, dass die nächste horizontale Unterstützungszone zwischen 9450 und 9400 Punkten verläuft.

Wie ich nun aktuell vorgehe:

Aktuell führe ich im Depoteines mit 10% gewichtete Anfangsposition in einem zweifach gehebelten DAX-Derivat. Aufgenommen wurde diese am 24. April und weist mit gestrigem Schlussstand immerhin +5,2% auf.

Ein Aufstocken der Position, die mittlerweile mit Stop auf Einstand abgesichert ist, kommt erst bei einem Überwinden der 9800 in Frage.  Die entsprechende Stop-Buy-Order liegt bereits an der Börse.

Sie merken schon, dass ich hier recht risikoavers agiere. Denn ich bin mir bewusst, dass wir auf dünnem Eis wandeln. Eine plötzlich auftretende Verschärfung der Lage in der Ukraine kann den Bullen ruckartig massive Probleme bereiten. Und da möchte ich keineswegs mit einem zu hohen Risiko-Profil in der Schusslinie stehen.

Ihr Jörg Mahnert


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