ThyssenKrupp-Aktie meldet sich zurück

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Das ThyssenKrupp Quartier - Bildquelle: © ThyssenKrupp AG [http://media.thyssenkrupp.com/images/press/thyssenkrupp_p_1298.jpg]

Deutschlands Stahlaktie Nummer eins ist wieder da. So könnte man zumindest den heutigen Kurssprung der ThyssenKrupp-Aktie (WKN 750000) in wenigen Worten zusammenfassen. Schuld für die gute Performance sind die aktuellen Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr 2013/14, in dem erstmals seit sieben Quartalen wieder ein positives Nettoergebnis geschafft wurde. Für die Aktie könnte dies zusammen mit den erhöhten Prognosen der Startschuss gewesen sein, an alte Kurserfolge anzuknüpfen.

Kurz zu den Fakten: Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten erreichte im Halbjahr 19,4 Mrd. Euro und lag damit in allen Business Areas von ThyssenKrupp über den Vorjahreswerten, lediglich bei Steel Europe war der Umsatz im Berichtszeitraum auf Grund von Desinvestitionen rückläufig. Auf vergleichbarer Basis kletterte der Umsatz um 7 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2012/13. Das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich im Berichtshalbjahr signifikant auf 555 Mio. Euro. Dies spiegelt sich auch beim Ergebnis je Aktie wieder, hier wurde ein Gewinn von 37 Cent ausgewiesen, nach einem Verlust von 26 Cent im Vorjahreszeitraum.

Der Auftragseingang der fortgeführten Aktivitäten betrug im Berichtshalbjahr 20,9 Mrd. Euro und übertraf damit trotz negativer Wechselkurseffekte den Vorjahreswert um 4 Prozent. Auf vergleichbarer Basis, das heißt währungs- und portfoliobereinigt, legte der Auftragseingang um 6 Prozent zu. Angesichts der guten Daten hat ThyssenKrupp seine Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Der Industriekonzern rechnet nun mit einem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich. Das Bereinigte EBIT soll sich gegenüber dem Vorjahreswert von 586 Mio. Euro nahezu verdoppeln. Bisher hatte ThyssenKrupp lediglich rund 1 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Unverändert erwartet der Konzern eine deutliche Verbesserung in Richtung eines wieder ausgeglichenen Jahresergebnisses. Ebenfalls nichts unwichtig ist die Entwicklung bei der Verschuldung: Die Netto-Finanzschulden des Konzerns wurden zum 31. März 2014 weiter auf 4 Mrd. Euro reduziert.

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Charttechnisch befindet sich die Aktie in einem klaren Aufwärtstrend. Die Indikatoren stehen allesamt auf grün. Fundamental lässt vor allem die Aussicht auf schwarze Zahlen das Bild in neuem Licht erscheinen. Viele Analysten halten derweil weiter an ihren negativen Einschätzungen fest. Dies überrascht vor allem deswegen, weil ThyssenKrupp auch das Sorgenkind Brasilien so langsam in den Griff bekommt und damit nach den USA der zweite Problembereich verschwindet. Interessant wird es sein, ob ThyssenKrupp so viel Gewinn erzielen kann, dass es auch für eine Dividende reicht. In dieser Hinsicht mussten Anleger zuletzt ja leider darben. Anleger, die angesichts der guten Aussichten auf weitere Kursgewinne bei ThyssenKrupp setzen, könnten mit dem Hebelprodukt mit der WKN HY085U auf dieses Szenario setzen.

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Bildquelle: © ThyssenKrupp AG [http://media.thyssenkrupp.com/images/press/thyssenkrupp_p_1298.jpg]


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