GESCO: Typisch mittelständisch und attraktiv für Privatanleger

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Bildquelle: Pressefoto GESCO AG

Diblo Nachgefragt

In unserer Interview-Reihe wollen wir Unternehmen aus der D-A-CH-Region die Möglichkeit geben, sich kurz und knapp zu präsentieren. Die Idee hinter „Die Börsenblogger nachgefragt“ ist es, wenig bekannte Unternehmen vorzustellen, um so auch das Interesse von Investoren zu wecken, die bisher nur auf Blue Chips fixiert waren. Neben dem anfänglichen Standardfragebogen wird künftig jedes Quartal bzw. Halbjahr der Gesprächsfaden erneut durch aktuelle Fragen aufgenommen. Wir hoffen dadurch, auch ein wenig einen kleinen Teil zur Verbesserung der Aktienkultur in Deutschland beitragen zu können.

Oliver Vollbrecht, Leiter Investor Relations der GESCO AG
Oliver Vollbrecht, Leiter Investor Relations der GESCO AG
Heute richtet sich der Blick auf die im SDAX notierte Beteiligungsgesellschaft GESCO (WKN A1K020). Als Gesprächspartner stand uns Oliver Vollbrecht, Leiter Investor Relations der GESCO AG, Rede und Antwort.

Die Börsenblogger: Erklären Sie kurz, was ihr Unternehmen macht?

Oliver Vollbrecht: GESCO ist eine nachhaltig wachsende Industriegruppe führender deutscher Mittelständler des Werkzeug-/Maschinenbaus und der Kunststoff-Technik, darun¬ter Markt- und Technologieführer. Die im SDAX gelistete GESCO AG bietet Anlegern den Zugang zu einem Portfolio von „Hidden Champions“.

Die Börsenblogger: Nennen Sie die drei wichtigsten Elemente ihrer Equity-Story

Oliver Vollbrecht: Die GESCO-Gruppe entwickelt und produziert Technologie „made in Germany“ für die Märkte der Welt. Die einzelnen Tochtergesellschaften agieren operativ selbständig, werden jedoch von der GESCO AG aktiv in Form von Coaching, Consulting und Controlling unterstützt und begleitet. Zudem profitieren die Gesellschaften von der Zugehörigkeit zu einer starken Gruppe.

Wir wollen intern wachsen, aber auch extern, also durch weitere Akquisitionen. Der Königsweg zu neuen Firmenerwerben sind Nachfolgelösungen. Hierauf haben wir uns spezialisiert, und die Fülle ungelöster Nachfolgefragen im deutschen Mittelstand bietet ein reiches Betätigungsfeld. Wir erwerben ausschließlich Mehrheitsbeteiligungen, meist 100 Prozent. Im Rahmen der Nachfolge engagieren sich dann die neuen Manager mit 10 bis 20 Prozent an den von ihnen geführten Unternehmen. Damit bewahren wir den Geist des Familienunternehmens und des Unternehmertums. Zugleich sichern wir Langfristigkeit und Nachhaltigkeit.

Im Sinne des „Best of both worlds“ schlägt unser Modell die Brücke zwischen der Welt des inhabergeführten Mittelstands und dem Kapitalmarkt. Wir bewahren und fördern die Stärken des Mittelstands und kompensieren mögliche Schwachstellen. Basis dafür sind gesunde Finanzen – auf Ebene der AG ebenso wie bei den einzelnen Tochtergesellschaften, und damit im gesamten Konzern.

Hochleistungswerkzeugbau bei der WBL Holding
Hochleistungswerkzeugbau bei der WBL Holding
Die Börsenblogger: Welches sind die drei bedeutendsten Punkte für ihr Geschäft in den nächsten Jahren und welches sind die wichtigsten Entwicklungen in Ihrer Branche?

Oliver Vollbrecht: Die Treiber sind natürlich für jede einzelne Tochtergesellschaft unterschiedlich. Grundsätzlich gilt: In den Emerging Markets streben Milliarden von Menschen nach einem besseren Lebensstandard. Diese ökonomische Aufholjagd ist und bleibt ein gewaltiger Treiber für weite Teile der deutschen Industrie, unabhängig von kurzfristigen Schwankungen. Davon profitiert auch die GESCO-Gruppe mit ihren Werkstoffen, Maschinen, Werkzeugen und Komponenten. Allgemein interessieren uns Megatrends wie Agrar/Ernährung oder Transport ganz besonders. Zudem gibt es „Mikrotrends“ in einzelnen Branchen, beispielsweise im anspruchsvollen Werkzeugbau, aus denen wir Geschäftsideen und Investmentideen generieren.

Die Börsenblogger: Was bietet ihr Unternehmen besonderes für Kleinanleger?

Oliver Vollbrecht: Viele Privatanleger schätzen Geschäftsmodelle, die sie verstehen. Unser Modell ist klar und nachvollziehbar und es ist unternehmerisch geprägt. Die Unternehmenspolitik ist nachhaltig und „typisch mittelständisch“. Unsere Gruppe ist an vielen Stellen technologisch führend. Zugleich legen wir großen Wert auf grundsolide Finanzen.

Wichtig ist für viele Privatanleger zudem die Dividende. Seit dem Börsengang im Jahre 1998 hat GESCO immer eine Dividende ausbezahlt. Die Dividendenpolitik ist einfach und kalkulierbar: Wir schütten rund 40 Prozent des Konzernjahresüberschusses nach Anteilen Dritter aus, oder anders gesagt: 40 Prozent vom Ergebnis je Aktie. Damit atmet die Dividende mit dem Ergebnis, wie es für eine unternehmerische Beteiligung ja auch angemessen ist. Rund 60 Prozent der Aktien liegen in den Depots von Privatanlegern – sie finden das Modell also offensichtlich attraktiv.

Die Börsenblogger: Vielen Dank für das Interview.

Wir werden die Reihe in den nächsten Wochen unregelmäßig fortsetzen.

Bildquellen: GESCO AG


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