Buwog: Gelungener Börsengang

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Bildquelle: Pressefoto BUWOG AG

Es war die bisher größte Erstnotierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2014: Mit einem Kurs von 13 Euro ist die Buwog-Aktie (WKN A1XDYU) am 28. April in den Handel gestartet. Vorausgegangen war die Abspaltung des Unternehmens von der Mutter Immofinanz (WKN 911064). Dabei haben die Aktionäre von Immofinanz für je eine Aktie 20 Buwog-Papiere erhalten. Auch an den Börsen Wien und Warschau wurde der Titel notiert. Immofinanz hält künftig einen Anteil von 49 Prozent am Buwog-Grundkapital, der mittelfristig weiter abgebaut werden soll.

Die Buwog-Gruppe ist der führende deutsch-österreichische Komplettanbieter im Wohnimmobilienbereich und blickt auf eine mittlerweile rund 60-jährige Erfahrung zurück. Nach der im Februar 2014 bekannt gegebenen Großakquisition in Deutschland zählt Buwog auch zu den wichtigsten Playern am deutschen Markt. Insgesamt verfügt die Gesellschaft über ein hochwertiges Portfolio mit mehr als 53.000 Wohnungen, davon je rund die Hälfte in Österreich und Deutschland.

„Die heutige Erstnotierung schlägt ein neues Kapitel in der rund 60-jährigen Unternehmensgeschichte auf. Der direkte Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet große Chancen für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens und ermöglicht uns, die Wachstumspotenziale in unseren beiden Zielmärkten Deutschland und Österreich noch besser zu nutzen“, sagte Buwog-CEO Daniel Riedl bei der Erstnotierung.

Der Nettovermögenswert (NAV) von Buwog beträgt rund 16 Euro je Aktie. Aktuell notiert der Titel etwas mehr als 15 Prozent unterhalb dieser Marke. Sogar Potenzial bis 16,50 Euro sehen die Wertpapierexperten von Kepler Cheuvreux. Sie haben die Coverage für die Buwog-Aktie mit dem Votum „Kaufen“ aufgenommen. Die Analysten erwarten vor allem von den Wohnungen in den Kernmärkten Österreich und Deutschland einen Wertzuwachs.

Falls sich die Aktie dem NAV und dem Kepler-Kursziel annähert, können Anleger mit einem Call-Optionsschein (ISIN AT0000A17CU3) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) überproportional davon profitieren. Das Papier bildet mögliche Kursgewinne mit einem Hebel von 4,3 ab. Mit einem Discount-Zertifikat (ISIN AT0000A17D90) profitieren Anleger dagegen auch dann, wenn die Buwog-Aktie nur seitwärts läuft. Das Papier erreicht im Juli 2015 die Maximalrendite von 12,5 Prozent, wenn der Basiswert mindestens bei 13 Euro notiert. Diese Marke liegt rund vier Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto BUWOG AG


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