Dürr-Aktie: Kursschub nach den Zahlen

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Bildquelle: Pressebild DÜRR AG

Die heute vorlegten Zahlen des Anlagen- und Maschinenbauers Dürr (WKN 556520) können sich sehen lassen. Trotz stagnierender Umsätze konnte das Ergebnis deutlich verbessert werden. Und im Jahresverlauf soll auch der Umsatz anspringen. Dabei zehrt das Unternehmen weiter von einem bis ins Jahr 2015 reichenden Auftragsbestand. Die Aktie könnte nun endlich wieder den Wachstumspfad der letzten Jahre aufnehmen.

Zu den Fakten: Dürr konnte bei einem unveränderten Umsatz von 538 Mio. Euro das Ergebnis um 23 Prozent auf 44,2 Mio. Euro steigern. Die EBIT-Marge verbesserte sich so von 6,6 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 8,2 Prozent. Damit erreichte Dürr bereits im ersten Quartal die für das Gesamtjahr 2014 angestrebte Bandbreite von 8,0 bis 8,5 Prozent. Der Auftragseingang lag erwartungsgemäß mit 564,4 Mio. Euro 17 Prozent unter dem hohen Vorjahreswert, der von einem überdurchschnittlichen Bestellvolumen in China geprägt war. Der hohe Auftragsbestand von 2,16 Mrd. Euro sichert eine gute Auslastung bis in das Jahr 2015 hinein.

Daher gibt sich Dürr-Chef Ralf W. Dieter auch sehr optimistisch: „Unsere Projekt-Pipeline ist gut gefüllt, vor allem in China plant die Automobilindustrie zahlreiche Investitionen. Aufgrund der Vergabezeitpunkte erwarten wir den Schwerpunkt unseres Auftragseingangs im zweiten Halbjahr. Auch der Umsatz dürfte im Jahresverlauf stetig zulegen.“ Für 2014 erwartet Dürr einen Auftragseingang von 2,3 bis 2,5 Mrd. Euro und einen Umsatz von 2,4 bis 2,5 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge soll auch im Gesamtjahr 8,0 bis 8,5 Prozent erreichen.

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Charttechnisch ist das Papier nach wie vor etwas angeschlagen. Allerdings ist der langfristige Trend nur leicht gebrochen und der Abstand zum GD200 ist nicht so groß, dass er nicht problemlos überwunden werden könnte. Fundamental ist die Aktie mit einem 2015er KGV von 13 zwar nicht supergünstig, aber auch keineswegs überteuert. Zudem stützt die erhöhte Dividende vor allzu großen Bewertungsabstürzen. Positiv an der Entwicklung im ersten Quartal ist vor allem die Ergebniswende in der industriellen Reinigungstechnik. Damit sind die Geschäftsbereiche wieder auf Kurs. Das Optimierungsprogramm CustomerExcellence@Dürr tut das seine im Service-Geschäft. Höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung helfen zudem die Zukunftsfestigkeit zu erhalten. Dank der günstigen Refinanzierung über eine Anleihe und einen Konsortialkredit kann sich Dürr zudem ganz auf das Geschäft konzentrieren. Für die Aktie kann dies nur gut sein.

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Bildquelle: Pressebild DÜRR AG


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