Point&Figure DAX: So sollten Trader und Investoren nun vorgehen!

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Lieber Leser, liebe Leserin,

weiterhin umgibt uns eine – mehr als verwirrende – Nachrichtenflut aus der Ukraine.

Werfen wir also einen Blick auf die zwei Einstellungen des Point&Figure-Chart, die ich an dieser Stelle am häufigsten verwende:

Der Point&Figure-Chart des DAX in der Chartcraft-Einstellung mit aktuell 100 Punkten pro Kästchen gibt uns das “große Bild”.

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point&Figure DAX: Reines Pendeln in der Chartcraft-Einstellung

Und hier sehen wir seit Monaten – um genauer zu sein, seit Ende Oktober des vergangenen Jahres – eine immer noch intakte Seitwärtsbewegung in der Bandbreite zwischen rund 9000 auf der Unterkante und knapp 9800 auf der Oberseite.

Mit aktuellen Notierungen von 9550 Zählern befindet sich der deutsche Leitindex in der oberen Hälfte dieser Range und muss damit im langfristigen Bild als neutral eingeschätzt werden.

Die Bulls-Eye-Broker-Einstellung mit aktuell 50 Punkten pro Kästchen, die uns ein Bild auf mittelfristige Sicht bietet, zeigt uns hingegen wenigstens ein relativ “frisches” Kaufsignal.

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point&Figure DAX: Kaufsignal in der Bulls-Eye-Broker-Einstellung, aber….

Dieses wurde am 22. April durch Erreichen der 9600 Zähler ausgeprägt und weist ein mittlerweile aktiviertes und bestätigtes Kursziel von 10.450 Punkten auf.

Aktuell tut sich der deutsche Leitindex aber schwer, die Marke von 9650 Punkten zu überwinden und hat begonnen, die Zone zwischen 9600 und 9650 als Widerstand zu etablieren.

Ende des bullishen Szenarios bei Erreichen der 9350

Erfreulicherweise liegt der Stop deutlich näher als das bestätigte Kursziel von 10.450 Punkten. Denn bereites ein Erreichen der 9350 würde zur Ausprägung eines Point&Figure-Verkaufssignals führen, das zusätzlich unter der Bullish-Support-Line das April-Kaufsignals liegen würde.

Wie aus charttechnischer Sicht vorzugehen ist:

Das Kaufsignal in der Bulls-Eye-Broker-Einstellung ist nicht wegzudiskutieren.

Wer diesem folgt, sollte aber folgendes beachten:

1) Trotz des berechneten Kursziels von 10450 Punkten steht zu erwarten, dass die Zone um 9800 massiven Widerstand leisten wird.

2) Der Stop von 9350 sollte strikt beachtet werden

3) Wer nicht gerade ein Adrenalin-Junkie ist, sollte gestaffelt und mit anfänglicher geringer Gewichtung investieren.

Es spricht nichts dagegen, die erste – kleine – Tranche an Derivaten jetzt aufzunehmen und diese bei Bruch der 9800 auf Schlusskursbasis entsprechend aufzustocken.

Es gibt sicherlich Phasen an der Börse, die von weitaus weniger Unsicherheit als der aktuellen geprägt sind. Da schadet es nichts, einmal kein volles Risiko zu fahren.

Ihr Jörg Mahnert


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