Xing-Aktie: Ende der Fahnenstange?

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Bildquelle: XING AG

Dem Karrierenetzwerk Xing (WKN XNG888) werden an den Börsen weithin gute Wachstumschancen bescheinigt. Das Unternehmen selbst möchte den Umsatz bis 2015 verdoppeln. Allerdings drängt sich angesichts der sehr guten Performance der Xing-Aktie und der hohen Bewertung immer mehr die Frage auf, ob die positiven Aussichten nicht bereits eingepreist sind. Wenn man sich zum Vergleich jedoch die Aktie des US-Konkurrenten LinkedIn (WKN A1H82D) anschaut, dann ist die aktuelle Bewertung der Xing-Aktie sogar noch moderat.

LinkedIn konnte im ersten Quartal die Marktteilnehmer mit seinen Wachstumszahlen überzeugen. Die Umsätze wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 46 Prozent auf 473,2 Mio. US-Dollar, während die Nutzerzahl im Vergleich zum Schlussquartal 2013 von 277 auf etwas mehr als 300 Millionen User gesteigert werden konnte. Zudem hat sich LinkedIn weiter auf den chinesischen Markt vorgewagt und die Jobbörse Bright für 120 Mio. US-Dollar übernommen. Zwar hat man es ähnlich wie Facebook (WKN A1JWVX) gemacht und den Großteil in Aktien bezahlt, allerdings ging die bisher größte Übernahme neben den anderen Investitionen ordentlich ins Geld, so dass zwischen Januar und März ein Verlust in Höhe von 13,4 Mio. US-Dollar (Vorjahr plus 22,6 Mio. US-Dollar) zu Buche stand.

Immerhin lag das bereinigte EPS mit 38 Cents über den Analystenschätzungen von 34 Cents, jedoch auch unter dem Vorjahreswert von 45 Cents. Gerade weil das Unternehmen den Fokus weiterhin auf das Wachstum legt, waren die Analysten von den Aussichten für das laufende zweite Quartal und das Gesamtjahr 2014 bei LinkedIn enttäuscht. Zwischen April und Juni sollen die Erlöse zwischen 500 und 505 Mio. US-Dollar liegen. Für 2014 stellt LinkedIn einen Wert zwischen 2,06 und 2,08 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Allerdings liegen die Markterwartungen im Schnitt jeweils über den optimistischsten Prognosen des Unternehmens.

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Während die LinkedIn-Aktie seit ihrem Rekordhoch Mitte 2013 inzwischen fast 40 Prozent an Wert verloren hat, konnte das im TecDAX gelistete Xing-Papier zuletzt einen steilen Aufstieg, ein neues Rekordhoch und damit auch den erstmaligen Sprung über die Marke von 100 Euro verbuchen. Allerdings sahen einige Analysten zuletzt nur noch wenig Kurspotenzial, bis neue Impulsgeber gefunden werden. Bei Hauck & Aufhäuser beispielsweise wird die Xing-Aktie wegen der hohen Bewertung weiterhin mit dem Rating „Sell“ und einem Kursziel von 65 Euro geführt. Wer auf der Suche nach weiteren ertragreichen Aktien ist, bei denen die Fallhöhe jedoch geringer ist, sollte einen Blick in unseren Shop werfen.

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Bildquelle: Xing AG


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