Vossloh-Aktie: Auftragseingang macht Mut

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Bildquelle: Pressefoto Vossloh AG

Die heute vorgelegten Zahlen des Bahn- und Verkehrstechnikkonzerns Vossloh (WKN 766710) machen Mut. Vor allem die Auftragslage sorgt für gute Laune, auch wenn die Quartalszahlen selbst nicht nur Grund zum Jubeln geben. Dennoch könnte die Aktie nun ihre monatelange Seitwärtsbewegung endlich verlassen, zumal der durch den Verkauf eigener Aktiern erhöhte Freefloat neue Aktionäre anziehen könnte.

Der Konzernumsatz konnte im ersten Quartal deutlich um 11,7 Prozent auf 294,2 Mio. Euro gesteigert werden. Grund hierfür war vor allem die gute Entwicklung in Europa und Amerika. Das Betriebsergebnis EBIT wiederum sank um 31 Prozent auf 6,5 Mio. Euro. Der Rückgang ist jedoch einzig auf das durch Sonderbelastungen negative EBIT von -4,7 Mio. Euro im Geschäftsbereich Transportation zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Rail Infrastructure hingegen konnte sein EBIT auf 15,1 Mio. Euro erneut verbessern.

Gute Nachrichten kamen hingegen von der Auftragsfront: Mit 1,87 Mrd. Euro lag der Auftragsbestand am 31. März 2014 erheblich über dem bereits guten Wert zum Ende des Vorjahresquartals. Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Rail Infrastructure erhöhte sich in den ersten drei Monaten 2014 deutlich von 197,3 Mio. Euro auf nun 243,4 Mio. Euro, während er im Geschäftsbereich Transportation bei 191,8 Mio. Euro lag (Vorjahresquartal: 29,0 Mio. Euro).

Für 2014 blickt Vossloh unverändert positiv in die Zukunft. Im laufenden Geschäftsjahr will man ein Umsatzwachstum von über 10 Prozent erreichen. Außerdem wird eine Verbesserung beim operativen Ergebnis erwartet, die vor allem durch den Wegfall der im Jahr 2013 angefallenen Sonderbelastungen getrieben sein wird. Die operative EBIT-Marge des Konzerns soll sich am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite zwischen 5 und 7 Prozent bewegen und u.a. wesentlich von den Projektfortschritten im Geschäftsbereich Transportation abhängen.

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Charttechnisch gibt es derzeit nichts zu meckern. Die Stabilisierung des GD200 bei rund 69 Euro spricht durchaus für eine Kurserholung. Die kurzfristigen Indikatoren stehen ebenfalls auf grün. Fundamental ist die Aktie mit einem 2015er KGV von 15 zwar kein Schnäppchen mehr, aber die Wachstumsaussichten des Konzern lassen durchaus entsprechende Bewertungen zu. Zudem konnte zuletzt, auch durch den Verkauf eigener Aktien, die Verschuldung reduziert werden. Anleger die etwas mehr Dynamik sehen wollen, sollten sich vielleicht einmal den zweiten Bahntechnik-Konzern aus dem SDAX, Schaltbau (WKN 717030), anschauen. Hier sorgen ein Zukauf in Spanien und gute Zahlen für reichlich Phantasie. Wer dennoch auf Vossloh und steigende Kurse dort setzen möchte, könnte das Hebelprodukt mit der WKN HY2L8N ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressefoto Vossloh AG


2 KOMMENTARE

  1. […] Der Kursrutsch unter die 60-Euro-Marke war für viele Investoren ein noch größerer Schock, als die Gewinnwarnung selbst. Angesichts der zahlreichen Gewinnwarnungen (Bilfinger etwa) sollte man stets genau hinsehen. Bei Vossloh rühren die Belastungen vorrangig von den Umbaumaßnahmen her. Das heißt das operative Geschäft ist im großen und ganzen weiterhin stark. Deutlich wird dies etwa an der zuletzt sehr ordentlichen Auftragsentwicklung. […]

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