Ausblick DAX: Skepsis bleibt nach SAP-Schock im Markt

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Wie ich gestern ja schon erwartet hatte, konnte sich der DAX am Ende kaum verändert aus dem Markt verabschieden. Die skurile Entwicklung in New York mit einem stabilen Dow Jones und einer absackenden NASDAQ kam dagegen schon überraschend. Jedenfalls sind das keine guten Vorghaben. Somit wird es heute wohl im DAX nicht so glimpflich abgehen. Grund sind die drastischen Kursverluste von über 6 Prozent bei SAP. Der Walldorfer Software-Konzern hat heute aufgrund eines schwächeren Software- und Wartungsgeschäfts seine Umsatzprognose gesenkt. Die eigentlichen Quartalszahlen wurden da schon fast nicht mehr wahrgenommen. Auch hier wurden die Erwartungen enttäuscht. Nach den jüngst doch eher positiv ausgefallenen Quartalszahlen aus vielerlei Branchen sind die SAP-Daten wie ein Weckruf anzusehen. Denn es läuft eben doch noch längst nicht alles so rosig wie es viele in den Bankerstürmen gerne sehen würden. O-Ton SAP-Finanzvorstand Werner Brandt: „Während wir Anzeichen für eine Stabilisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds sehen, bleibt der Markt schwierig.“ Anzeichen für eine Stabilisierung heißt doch übersetzt nichts anderes als, es geht (vorerst) nicht weiter abwärts. Von einer Erholung ist da garnicht mehr die Rede.

Aber schauen wird doch noch kurz auf die Bankbranche. Hier wird laut Handelsblatt in Kürze die Privatbank Sal. Oppenheim filetiert. Während die Deutsche Bank nur noch an der Vermögensverwaltung interessiert ist, soll die australische Großbank Macquarie das Investmentbanking und das liechtensteinische Bankhaus LGT die BHF Bank erhalten. Derweil läuft es bei der führenden spanischen Großbank Santander mehr oder weniger rosig. Trotz rückläufiger Zahlen konnten die Erwartungen übertroffen werden. Dennoch verliert die Aktie aktuell fast 2 Prozent.


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