Im Fokus Silber: Den großen Bruder ausstechen?

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Bildquelle: Pressefoto Heraeus

Weder mit Gold noch mit dem kleinen Bruder Silber wurden Anleger zuletzt so richtig glücklich. Dabei hatte das neue Jahr für beide Edelmetalle verheißungsvoll begonnen. Nun könnte Silber möglicherweise seinen großen Bruder wegen seiner Wichtigkeit für die Industrie ausstechen, während Gold-Investoren mit Enttäuschung auf das nahende Ende für die monatlichen Anleihekäufe der Fed blicken dürften.

Angesichts der politischen Unruhen in der Ukraine und der Sorgen vor einer abnehmenden Wachstumsdynamik in den Schwellenländern erfreuten sich Edelmetalle wie Gold und Silber zu Beginn dieses Jahres eines höheren Interesses von Anlegerseite. Schließlich gelten sie in wirtschaftlich turbulenten Zeiten als Sicherheitsinvestments. Allerdings haben sowohl Gold als auch Silber einiges von ihrem Schwung eingebüßt. Dabei fiel der Preisrutsch bei Silber zuletzt noch deutlicher als bei Gold aus. Dies ist daher wenig überraschend, da sich die Silbernotierungen in der Vergangenheit wesentlich volatiler gezeigt haben als dies im Fall von Gold der Fall war. Silber ist unter anderem wegen seiner Wichtigkeit für die Industrie größeren Preisschwankungen unterworfen.

Gerade dieser Aspekt könnte Silber jedoch am Ende zugute kommen. Einerseits ist das Edelmetall derzeit so günstig wie schon lange nicht mehr. Gleichzeitig scheint sich in den vergangenen Monaten auf lange Sicht so etwas wie ein Boden im Bereich von 20 US-Dollar je Feinunze gebildet zu haben, so dass zumindest ein weiterer Preisverfall möglich, jedoch angesichts der jüngsten Erfahrungen eher unwahrscheinlich sein dürfte. Dabei könnten insbesondere Anleger von der günstigen Bewertung von Silber profitieren, die auf eine weltweite Konjunkturerholung und damit eine höhere Industrienachfrage für das Edelmettal setzen möchten.

Schließlich hält der US-Aufschwung an, während auch in der Eurozone Erholungstendenzen in Sachen Konjunktur auszumachen sind. Gleichzeitig scheinen sich die schlimmsten Erwartungen bezüglich der abnehmenden Wachstumsdynamik in China vorerst nicht zu bewahrheiten. Zwar wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im ersten Quartal 2014 laut Angaben des nationalen Statistikbüros in Peking vom 16. April lediglich um 7,4 Prozent und damit so schwach wie seit sechs Quartalen nicht mehr. Zudem lag man damit unter dem Zielwert der Regierung von 7,5 Prozent. Allerdings lag das Wachstum immer noch über den Bloomberg-Konsensschätzungen von 7,3 Prozent.

Während Silber-Optimisten noch auf eine Preiserholung dank verbesserter wirtschaftlicher Aussichten hoffen dürfen, bleibt den Anlegern im Fall von Gold lediglich auf größere Marktturbulenzen im Zuge weiterer politischer Unruhen zu setzen. Schließlich ist die US-Notenbank Federal Reserve gerade dabei aus ihrem aktuellen Anleihekaufprogramm auszusteigen, während einige Monate nach dem Ende für „QE3“ bereits Leitzinserhöhungen folgen könnten. Daher sollten sich auch die Inflationserwartungen, die den Goldpreis normalerweise beflügeln, in Grenzen halten. Auch der Silberpreis wäre von einer solchen Straffung der Geldpolitik negativ betroffen, allerdings würde der Konjunkturaufschwung positive Signale für die Silberpreisentwicklung aussenden.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei Silber erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 6 der Deutschen Bank (WKN DX6XAG) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Silberpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 6 der Deutschen Bank (WKN DX6SLV) die Gelegenheit dazu.

Stand: 24.04.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Heraeus

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