Novartis: Da schlägt das Anlegerherz hoch

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Bildquelle: Pressefoto Novartis

Kurz nach Ostern wird die Nachrichtenlage an den Börsen von der Pharmaindustrie bestimmt. Die milliardenschweren Deals von Novartis (WKN 904278) werden überwiegend positiv gewertet. Allerdings ist es eine (noch) nicht realisierte Rekordübernahme, die die Anleger an den Aktienmärkten so richtig verzückt.

Dabei handelt es sich um den Übernahmeversuch des britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca (WKN 886455) durch den US-Konzern Pfizer (WKN 852009). Am Wochenende hatte die „Sunday Times“ berichtet, dass beide Unternehmen über einen möglichen transatlantischen Deal gesprochen hatten, bei dem AstraZeneca mit rund 100 Mrd. US-Dollar bewertet worden wäre. Wie es weiter heißt, hätten die Britten jedoch dankend abgelehnt. Sollte die Übernahme doch noch steigen, wäre es laut Bloomberg-Berechnungen sogar der größte Deal in der Branche überhaupt.

Angesichts dieser Größenordnung kommen einem die Summen, mit denen Novartis zuletzt hantierte, fast schon mickrig vor. Dabei geht das Unternehmen aus Basel seine angekündigte Portfoliobereinigung an. Zukünftig will man sich auf die drei Kernbereiche Pharma, Augenheilkunde und Generika konzentrieren. Zur Stärkung der Pharmasparte wird nun das Krebsmittelgeschäft von GlaxoSmithKline (GSK) (WKN 940561) für bis zu 16 Mrd. US-Dollar übernommen. Gleichzeitig erhält GSK die Sparte für Impfstoffe ohne Grippemittel für 7,1 Mrd. US-Dollar, während Novartis sein Geschäft mit Tierarzneimitteln für 5,4 Mrd. US-Dollar an den US-Konzern Eli Lilly (WKN 858560) abstößt. Das Geschäft mit Grippemitteln soll später ebenfalls veräußert werden.

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Während die verschiedenen Novartis-Deals an den Börsen positiv ankamen, lässt eine mögliche Akquisition von AstraZeneca durch Pfizer die Anlegerherzen noch höher schlagen. Schließlich dürften in der Pharmabranche weitere Übernahmen folgen. Dabei stehen die großen Konzerne unter Druck, da ihre gewinnbringenden Medikamente den Patentschutz verlieren. Um die Gewinne zu steigern müssen innovative Firmen mit neuen Medikamenten übernommen und Synergieeffekte genutzt werden. Wer speziell vom jüngsten Portfolioumbau bei Novartis überzeugt ist, könnte mit dem Derivate-Produkt mit der WKN DZD9FB auf steigende Kurse der Novartis-Aktie setzen.

An dieser Stelle zunächst ein Hinweis in eigener Sache: Die Börsenblogger nehmen in diesem Jahr am Publikumspreis des comdirect finanzblog award teil und freuen sich bis zum 25. April über ihre Stimme. Hier geht es zur Abstimmung.

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Bildquelle: Pressefoto Novartis


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