Visa: Ausgabefreudige Online-Kunden

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

In der Serie „E-Commerce-Champions“ wollen wir auf einige Unternehmen eingehen, die in besonderer Weise von dem boomenden Online-Handel profitieren. Heute ist der Kreditkartenanbieter Visa (WKN A0NC7B) an der Reihe. Schon heute wird ein großer Teil der Visa-Transaktionen im Zusammenhang mit Käufen im Internet getätigt, während sich die Online-Kunden sogar spendierfreudiger zeigen.

Für den Internet-Handel ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich die Kunden und Verkäufer darauf verlassen können, dass es schnelle und vor allem sichere Zahlungsmethoden gibt. Auch beim Kreditkartenanbieter Visa steht deshalb das Thema E-Commerce ganz weit oben. Schon heute wird jeder fünfte mit einer Visa-Karte bezahlte Euro im Internet ausgegeben. Dabei zeigen sich die Online-Kunden wesentlich ausgabefreudiger. Im Schnitt werden bei einem Kauf eines Visa-Kunden im World Wide Web 75 US-Dollar im jeweiligen Online-Shop gelassen, während der durchschnittliche Kaufpreis bei den Transaktionen von Angesicht zu Angesicht lediglich 50 US-Dollar sind. Im Fall von Visa können sich die Online-Händler zudem aus einem riesigen Pool von 2,2 Milliarden Karten in mehr als 200 Ländern bedienen.

Aufgrund der weiten Verbreitung der Visa-Karten, ist das Unternehmen neben den Wachstumschancen im Bereich E-Commerce sehr gut aufgestellt, um von den Verbesserungen in der Zahlungsinfrastruktur in den Emerging Markets zu profitieren. Daher konzentriert man sich bei den Investitionen nicht nur auf neue Technologien, sondern speziell auf wachstumsstarke Schwellenländermärkte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen dank dieser Strategie die Umsätze um 13 Prozent auf 11,8 Mrd. US-Dollar steigern, während der Nettogewinn sogar um 18 Prozent auf 5,0 Mrd. US-Dollar nach oben geschraubt werden konnte. Dabei stellen die Analysten auch für die kommenden Jahre deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen in Aussicht.

Steil nach oben

Dank der sehr guten Wachstumsaussichten und der jüngsten Geschäftserfolge wurde die noch relativ junge Börsengeschichte von Visa 2013 mit dem Aufstieg in den Dow Jones gekrönt. In den drei Jahren davor hatte sich der Wert des Papiers in etwa verdreifacht. Zu Beginn dieses Jahres geriet aber auch die Kursrallye der Visa-Aktie ein wenig ins Stocken. Angesichts des steilen Kursanstiegs dürfte die Korrektur denjenigen Investoren, die auf eine Einstiegsgelegenheit gewartet haben, gar nicht ungelegen gekommen sein. Trotzdem ist Visa selbst nach dem jüngsten Kursrücksetzer mit einem 2014er-KGV von über 20 nicht gerade günstig. Allerdings fällt das erwartete Gewinnwachstum vonseiten der Analysten für das laufende Geschäftsjahr mit 17 Prozent auch ziemlich üppig aus.

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Daneben erfreut Visa seine Aktionäre aber auch mit einem groß angelegten Aktienrückkaufprogramm. Auf diese Weise brauchen die Anteilseigner nichts zu unternehmen. Trotzdem werden sie durch die sinkende Aktienzahl in den kommenden Jahren mit einem höheren Anteil an den zukünftigen Gewinnen beteiligt. Angesichts der Wachstumsmöglichkeiten im E-Commerce-Bereich und in den Emerging Markets sollten weitere Ergebniszuwächse machbar sein. Allein im ersten Quartal des Fiskaljahres 2013/14 hat das Unternehmen 5,5 Millionen eigene Aktien im Volumen von 1,1 Mrd. US-Dollar zurückgekauft. Damit bleiben unter dem aktuellen Programm aber noch 4,2 Mrd. US-Dollar für Aktienrückkäufe übrig. Die Aktionäre dürften sich einmal mehr über die Großzügigkeit des Unternehmens freuen.

An dieser Stelle zunächst ein Hinweis in eigener Sache: Die Börsenblogger nehmen in diesem Jahr am Publikumspreis des comdirect finanzblog award teil und freuen sich bis zum 25. April über ihre Stimme. Hier geht es zur Abstimmung.

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Wir werden die Reihe in den nächsten Tagen fortsetzen.


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