E.ON & RWE: Mehr Geld vom Staat löst die Probleme nicht

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Bildquelle: Pressebild Dominik Zehatschek/E.ON

Die beiden Energieriesen RWE (WKN 703712) und E.ON (WKN ENAG99) können sich auf milliardenschwere Zahlungen des Bundes einstellen. Immerhin hat das Finanzgericht Hamburg entschieden, dass die Brennelementesteuer verfassungswidrig sei. Trotzdem sahen die Anleger am Dienstag keinen Grund, in Feierlaune zu geraten. Schließlich wird es noch einige Gerichtsurteile bis zur endgültigen Klärung dieser Frage geben. Außerdem wären damit die grundsätzlichen Probleme der beiden großen Versorger nicht aus der Welt.

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Auf Analystenseite fiel die Bewertung des jüngsten Urteils für RWE und E.ON ähnlich nüchtern aus. Sowohl bei der UBS als auch bei Goldman Sachs wurde der positive Effekt herausgestellt, der natürlich entsteht, wenn die Unternehmen bereits gezahlte Steuern zurückbekommen. Allerdings ist man bei beiden Instituten der Ansicht, dass eine Abschaffung der Brennelementesteuer bereits in den Kursen der DAX-Papiere eingepreist sei. Daher wurde die RWE-Aktie von den Goldmännern auf „Neutral“ bei einem Kursziel von 33 Euro belassen. Die UBS-Jungs raten sogar dazu, die RWE-Aktie aufgrund der in ihren Augen hohen Bewertung zu verkaufen. Das Kursziel lautet weiterhin 20,70 Euro.

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Aus den gleichen Gründen lautet das UBS-Rating für E.ON weiterhin „Sell“, während das Kursziel bei 12 Euro bleibt. Bei Goldman Sachs ist man derzeit jedoch in Bezug auf die E.ON-Aktie gegenüber RWE etwas optimistischer. Daher bleit die Aktie des größten deutschen Versorgers auf der „Conviction Buy List“ und das Kursziel bei 18 Euro (Kurspotenzial: 28 Prozent). Wer auf Kurssteigerungen der RWE-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN HY0GRR ins Auge fassen. Im Fall von E.ON käme das Produkt mit der WKN HY1UR5 infrage.

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Bildquelle: Pressebild Dominik Zehatschek/E.ON


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