Heidelberger Druck: Turnaround beim Aktienkurs voll im Fokus

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Bildquelle: Pressefoto HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG

Diblo Nachgefragt

In einer neuen Interview-Reihe wollen wir Unternehmen aus der D-A-CH-Region die Möglichkeit geben, sich kurz und knapp zu präsentieren. Die Idee hinter „Die Börsenblogger nachgefragt“ ist es, wenig bekannte Unternehmen vorzustellen, um so auch das Interesse von Investoren zu wecken, die bisher nur auf Blue Chips fixiert waren. Neben dem anfänglichen Standardfragebogen wird künftig jedes Quartal bzw. Halbjahr der Gesprächsfaden erneut durch aktuelle Fragen aufgenommen. Wir hoffen dadurch, auch ein wenig einen kleinen Teil zur Verbesserung der Aktienkultur in Deutschland beitragen zu können.

Thomas Fichtl, Head of Corporate Public Relations bei der Heidelberger Druckmaschinen AG
Thomas Fichtl, Head of Corporate Public Relations bei der Heidelberger Druckmaschinen AG
Den Anfang macht der SDAX-Titel Heidelberger Druck (WKN 731400). Als Gesprächspartner stand uns Thomas Fichtl, Head of Corporate Public Relations, Rede und Antwort.

Die Börsenblogger: Erklären Sie kurz, was ihr Unternehmen macht?

Thomas Fichtl: Heidelberger Druck ist mit rund 13.000 Mitarbeitern ein weltweit führender Anbieter und Partner für die Druckindustrie. Der Konzernumsatz beläuft sich auf rund 2,5 Mrd. Euro. Im Geschäftsjahr 2013/14 soll nach mehreren Verlustjahren wieder ein positiver Nachsteuergewinn ausgewiesen werden.

Die Börsenblogger: Nennen Sie die drei wichtigsten Elemente ihrer Equity-Story

Thomas Fichtl: Der strategische Fokus liegt auf der Rückkehr des Unternehmens zu einer nachhaltigen Profitabilität und einer mittelfristigen EBITDA-Marge von mindestens 8% nach mehreren Jahren mit zum Teil hohen Verlusten. Dies wollen wir über eine kontinuierliche Verbesserung der Rendite insbesondere im Kerngeschäft Bogenoffset, organisches und gezieltes externes Wachstum in den Bereichen Services & Consumables, den mittelfristigen Ausbau der Aktivitäten im Digitalbereich und Portfoliomaßnahmen in den Nicht-Kernbereichen erreichen.

Die Börsenblogger: Welches sind die drei bedeutendsten Punkte für ihr Geschäft in den nächsten Jahren?

Thomas Fichtl: Unser zukünftiger Erfolg hängt wie bei unserer Equity-Story ab von den Themen: Kosteneffizienz im Kerngeschäft, Bereinigung der Randaktivitäten und Wachstum in den Arbeitsgebieten Services, Consumables und Digital.

Die Börsenblogger: Welches sind die wichtigsten Entwicklungen in Ihrer Branche?

Thomas Fichtl: Nachdem sich das Marktvolumen für unsere Produkte vor allem im Bogenoffsetbereich in den vergangenen Jahren nahezu halbiert hat, zeichnet sich nun eine Stabilisierung des Marktes ab. Entscheidend ist, dass wir unseren Kunden in einem sich dynamisch verändernden Umfeld die richtigen Lösungen zu fairen Preisen anbieten. Dies muss im traditionellen Geschäft und im Digitalbereich gleichermaßen gelingen. Zudem müssen wir in der Lage sein, den Kunden weltweit immer mehr Serviceleistungen aus einer Hand anzubieten. Dann können wir unsere Markt- und Technologieführerschaft so ausbauen, dass die Kunden über die Qualität unserer Produkte und wir mit einer verbesserten Profitabilität gleichermaßen profitieren.

Die Börsenblogger: Was bietet ihr Unternehmen besonderes für Kleinanleger?

Thomas Fichtl: Bei unserer Investor-Relations-Arbeit achten wir sehr genau darauf, dass alle Anteilseigner, ob große institutionelle oder Kleinaktionäre, gleich behandelt werden. 100% unserer Aktien sind im Streubesitz und allein schon aus der Tatsache, dass viele unserer aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter Heidelberg Aktionäre sind, stehen wir hier in einer großen Verantwortung. Neben dem zentralen Ereignis für unsere Aktionäre, der Hauptversammlung, präsentieren wir uns gerne auch bei Sonderveranstaltungen für Kleinanleger und stehen in sehr engem Kontakt mit den Wirtschaftsmedien, um gezielt Kleinanleger erreichen zu können. Wir wollen, dass nach Jahren einer schlechten Kursentwicklung der Turnaround beim Aktienkurs weiter vollzogen wird, damit alle wieder Freude am Heidelberg-Kurs haben.

Die Börsenblogger: Vielen Dank für das Interview.

Wir werden die Reihe in den nächsten Wochen unregelmäßig fortsetzen.

Bildquelle: Pressefoto HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG


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