Nordex – Die Sache mit den Subventionen

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Bildquelle: Pressefoto Nordex/Ove Arscholl

Vielen Anlegern dürfte in Bezug auf die Nordex-Aktie (WKN A0D655) am 2. April ein großer Stein vom Herzen gefallen sein. Immerhin hatten sich Angela Merkel und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei ihrem Treffen mit den Länderchefs eine Abmilderung der geplanten Kürzungen bei der Förderung der Windkraft an Land abringen lassen. Allerdings sind anhaltend hohe Subventionen keine Garantie, dass der Hamburger Windenergieanlagenbauer seine Erholung unbeirrt fortsetzen kann. Die gute Auftragslage und die jüngsten Ergebnisverbesserungen könnten schon eher dazu dienen.

Sigmar Gabriel wollte in seinem ursprünglichen Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Fördermaßnahmen für die Windenergie an Land deutlich zusammenstreichen, wovon auch Nordex wahrscheinlich in negativer Weise stark betroffen gewesen wäre. Gegen diese Pläne hatten sich jedoch insbesondere die Ministerpräsidenten der nördlichen Bundesländer gestellt. Insgesamt hat es allerdings eine ganze Weile gedauert, bis sich die Nordex-Aktie von den Turbulenzen aus dem Vorjahr erholen konnte.

Dank der guten Auftragslage des Unternehmens, der jüngsten Erfolge bei den Sparbemühungen und der Rettung weiterer Subventionen konnten die negativen Auswirkungen der letztjährigen Kapitalerhöhung und der zunächst angedachten Förderkürzungen für die Nordex-Aktie doch noch wettgemacht werden. Trotzdem ist es damit noch nicht sicher, dass das im TecDAX gelistete Papier einen ähnlich steilen Kursanstieg auf das Börsenparkett zaubern kann, wie ihn die Anleger 2013 vor der zwischenzeitlichen Korrektur erlebt haben.

Auf Anlegerseite wurde der Diskussion um die Onshore-Förderung in Deutschland zuletzt sehr viel Bedeutung beigemessen. Im Gegensatz dazu hat Nordex zuletzt immer wieder versucht, die Wichtigkeit des Themas angesichts des relativ geringen Anteils der Umsätze an den konzernweiten Erlösen, die auf dem Heimatmarkt erzielt werden, herunterzuspielen. Dank der positiven Auftragslage konnte das Unternehmen laut Angaben vom 24. März im Geschäftsjahr 2013 die Umsatzerlöse gegenüber 2012 um etwa 33 Prozent auf 1,43 Mrd. Euro steigern. Gleichzeitig stand ein Nettogewinn von 10,3 Mio. Euro zu Buche, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 94,4 Mio. Euro ausgewiesen wurde. Zu dem Erfolg auf der Ergebnisseite hatten das jüngste Kostensenkungsprogramm und die Konzentration auf profitablere Aufträge mit neuen Produkten beigetragen.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Nordex mit einer Fortsetzung des Wachstumskurses. Die Umsätze sollen auf bis zu 1,5 Mrd. Euro ansteigen, während der Auftragseingang bei 1,6 Mrd. Euro liegen soll. Im Vorjahr ging es bei den neuen Aufträgen um 19 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro nach oben. Ein noch größerer Fokus soll in diesem Jahr jedoch auf der Ergebnisseite liegen. Die EBIT-Marge soll unter anderem dank weiterer Kostensenkungen noch einmal von 3,0 auf 3,5 bis 4,5 Prozent ansteigen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der Nordex-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT21T6) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,64, die Knock-Out-Schwelle bei 9,40 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT3DPW, aktueller Hebel 2,80; Knock-Out-Schwelle bei 14,35 Euro) auf fallende Kurse der Nordex-Aktie setzen.

Stand: 10.04.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Nordex/Ove Arscholl


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