Point&Figure DAX: Top-Bildung… oder was?

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1.4.2014

Lieber Leser, liebe Leserin,

es gibt nur wenige Kollegen, deren Chartanalysen ich lese.

Nein, das hat absolut nichts damit zu tun, dass ich die Beiträge der meisten anderen Chart-Analysten als nicht lesenswert einschätzen würde (keine Ironie, das meine ich ernst),  aber auch mein Tag hat nur 24 Stunden.

Und über die Jahre kristallisieren sich dann eben 2 bis 3 regelmäßig gelesene Kollegen heraus. Auf jeden Fall wird bei den von mir wahrgenommenen Beiträgen seit gestern häufiger der Begriff “Top-Bildung” im Zusammenhang mit dem DAX verwendet.

Klopfen wir mal die Sache mit der Top-Bildung ab

Anlass genug für mich, die Lage im deutschen Leitindex mit Hilfe der Point&Figure-
Charts “abzuklopfen”.

Nun der Blick auf den Point&Figure-Chart des DAX in der Chartcraft-Einstellung mit aktuell 100 Punkten pro Kästchen:

image

(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point&Figure DAX: Range zwischen knapp 9000 und 9800 Punkten

Im Point&Figure-Chart besonders gut zu erkennen:

Der deutsche Leitindex befindet sich seit dem 25. Oktober des vergangenen Jahres in einer Range, die unten knapp unter 9000 und auf der oberen Seite hauchdünn unter 9800 Punkten endet.

Die Frage der TOP-Bildung: Hatten wir das nicht schon ?

Wenn ich ganz pingelig wäre (was ich natürlich auch bin), muss ich attestieren, dass wir ja schon eine Top-Bildung gesehen haben.

Als der DAX zum zweiten Mal in die Zone zwischen 9700 und 9800 stürmte (24. Februar 2014), diese nicht überwinden konnte und auf knapp unter 9000 Punkte zurückfiel…..das war eine Top-Bildung.

Und wie erkennen wir nun eine neue Top-Bildung?

Dazu muss aus P&F-Sicht der DAX zwei Dinge vollziehen:

1) Es darf ihm erneut nicht gelingen, die Zone zwischen 9700 und 9800 zu überwinden

2) In der Folge muss er dann noch unter 9300 fallen und damit das Zwischenhoch vom 29. November 2013 klar unterschreiten

Wenn das passiert, spreche ich von einer erneuten Top-Bildung, deren endgültige Bestätigung übrigens erst bei Erreichen der 8900 erfolgt.

Solange das nicht passiert, halte ich mich mit “vorgegriffenen” Einschätzungen zurück und bleibe mit entsprechenden nachgezogenen Stops im DAX erst einmal long.

Nachteil meiner Haltung: Wenn es nun doch zu einer weiteren Top-Bildung kommt, kann ich leider nicht verkünden: “Ich hab´s doch gewusst!”. Aber damit muss und kann ich hervorragend leben.

Ihr Jörg Mahnert


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