BMW will allen davonfahren

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Bildquelle: Pressefoto BMW AG

Nach den jüngsten Erfolgen war es wenig überraschend, dass sich BMW (WKN 519000) auch beim Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 optimistisch zeigte. Allerdings schaffte es die weltweite Nummer Eins unter den Premiumherstellern die Markterwartungen zu übertreffen. Daher winken neben neuen Bestwerten bei Absatz und dem Vorsteuerergebnis möglicherweise auch der BMW-Aktie neue Rekorde.

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Bei der Vorstellung der endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 am 19. März konnte Vorstandschef Norbert Reithofer nun schon das vierte Rekordjahr in Folge ausraufen. Und 2014 soll gleich das fünfte folgen. Nachdem die weltweiten Absätze im Vorjahr um 6,4 Prozent auf 1.963.798 Fahrzeuge gesteigert werden konnten, wird für 2014 ein deutlicher Anstieg der Auslieferungen erwartet, so dass erstmals die Marke von 2 Millionen verkauften Autos geknackt werden dürfte. Dieses Ziel hatte man sich bei BMW erst für 2016 vorgenommen. Nun soll es zwei Jahre früher als gedacht erreicht werden. Zudem soll das Konzernergebnis vor Steuern laut Reithofer trotz des weiterhin volatilen Umfelds deutlich steigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stand ein Rekordwert von 7,9 Mrd. Euro und damit ein Zuwachs gegenüber 2012 um 1,4 Prozent zu Buche. Allerdings musste BMW auf der Ergebnisseite auch einen Dämpfer hinnehmen.

Im Segment Automobile lag die EBIT-Marge mit 9,4 Prozent innerhalb der firmeneigenen Prognose von 8 bis 10 Prozent. Gleichzeitig konnte man den Konkurrenten Mercedes-Benz ausstechen. Die Daimler-Kernmarke schaffte es gerade einmal auf 6,2 Prozent. Dagegen musste man sich der VW-Premiumtochter Audi (10,1 Prozent) geschlagen geben. Der Grund war der deutliche Rückgang beim EBIT in diesem Unternehmensbereich um 12,4 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro. Ergebnisbelastend wirkten sich die hohen Aufwendungen bei der Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge und anderer Modelle aus. Zudem machten sich die Markteinführungskosten bemerkbar, während sich das Unternehmen angesichts der schwierigen Marktsituation in Europa am Preiskampf beteiligen musste. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern jedoch mit geringeren Investitionen. Schon deshalb soll eine deutliche Ergebnissteigerung möglich sein. Trotz der positiven Aussichten, die BMW zuletzt liefern konnte, bleibt es abzuwarten, ob die Aktie der Münchner genügend Kurspotenzial mitbringt. Schließlich erreichte das Papier zuletzt neue Höchststände, so dass die Prognose möglicherweise eingepreist sein könnte.

Außerdem ist es nicht sicher, dass der jüngste Boom in China und den USA anhalten wird, während andere Hersteller von der sich abzeichnenden Erholung des europäischen Automarktes besser profitieren könnten. 2013 verkaufte BMW in Europa, immerhin dem größten Absatzmarkt, mit 859.546 Einheiten 0,7 Prozent weniger Autos als im Jahr zuvor. Laut Angaben des Branchenverbandes ACEA vom 18. März verzeichneten die Münchner in den ersten beiden Monaten dieses Jahres ein Absatzplus in der EU von 1,6 Prozent. Allerdings konnten andere Hersteller, darunter auch Audi, in der gleichen Zeit zweistellige Zuwachsraten erzielen. Zudem muss die große Wette auf die Elektrofahrzeuge i3 und i8 nicht aufgehen. Trotz der anfänglichen Erfolge bei den Bestellungen für den i3 und den hohen Marketingaufwendungen, ist es nicht abzusehen, dass sich die Revolution der Elektroautos hierzulande allzu schnell einstellt.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der BMW-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX6X54) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,04, die Knock-Out-Schwelle bei 63,55 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT3QYP, aktueller Hebel 3,01; Knock-Out-Schwelle bei 112,05 Euro) auf fallende Kurse der BMW-Aktie setzen.

Stand: 25.03.2014 / Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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