Leoni-Aktie: Trendbruch voraus

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Bildquelle: Pressefoto LEONI AG

Für die Aktie des Automobilzulieferers Leoni (WKN 540888) dürften die kommenden Tage spannend verlaufen. Angesichts der heute veröffentlichten Nachrichten-Gemengelage rund um die 2013er Zahlen ist die Wahrscheinlichkeit eines Trendbruchs nachhaltig gegeben. Immerhin kannte die Aktie seit rund einem Jahr nur den Weg nach oben. Allerdings war nach einer zeitweisen Kursverdopplung Schluss. Nun heißt es abwarten.

Der Konzernumsatz erreichte 2013 dank der anhaltend hohen Nachfrage der weltweiten Automobilindustrie mit 3,92 Mrd. Euro einen neuen Höchstwert, nachdem im Vorjahr noch 3,81 Mrd. Euro erzielt worden waren. Das Betriebsergebnis EBIT lag mit 163,1 Mio. Euro wie erwartet deutlich unter dem Vorjahreswert von 237,9 Mio. Euro, welcher durch den Verkauf der Tochtergesellschaft Leoni Studer Hard AG positiv beeinflusst worden war. Auch wegen weiterer Sondereffekte sank der Konzernüberschuss von 157 Mio. Euro im Jahr 2012 auf nun 106 Mio. Euro. In der Folge soll nun allerdings auch die Dividende drastisch von 1,50 Euro auf 1,00 Euro gesenkt werden.

Doch damit nicht genug: 2015 braucht Leoni einen neuen Chef. Während für die anderen Vorstände Vertragsverlängerungen gemeldet wurden, wird Vorstandschef Klaus Probst zum 30. Juni 2015 und damit mit Vollendung des 62. Lebensjahrs auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheiden. Ein Nachfolger soll in einem Jahr bekannt gegeben werden. Vielleicht wird es ja Frank Hiller, der kommende Woche im Vorstand beginnt und der plangemäß zum 1. Juli die Verantwortung für den Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions übernehmen wird. Aber noch ist nichts entsprechendes abzusehen. So oder so sorgt dies alles für weitere Unsicherheiten.

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Charttechnisch befindet sich die Aktie nachwievor im seit einem knappen Jahr anhaltenden Aufwärtstrend. Doch der Abstand zum GD200 schrumpft. Sollten die Nachrichten in den nächsten Tagen nicht zu neuen Käufen führen, dürfte die Aktie unter den langfristigen Indikator fallen und damit weiteres Abwärtspotenzial generieren. Da die Aktie nun auch Dividendenseitig keine überragenden Kaufargumente mehr zu bieten hat, richtet sich der Blick auf die Prognosen. Leoni tritt nach eigenen Angaben 2014 plankonform in die nächste Wachstumsphase ein, die das Unternehmen bis zum Jahr 2016 auf einen Konzernumsatz von 5 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von 7 Prozent bringen soll. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Leoni Erlöse von etwa 4,1 Mrd. Euro und ein überproportional steigendes EBIT von mindestens 200 Mio. Euro. Positiv dabei ist, dass Leoni sich weiter von einzelnen Abhängigkeit verabschieden will: So soll die Fokussierung auf Europa weiter reduziert werden und stattdessen Nordamerika und Asien stärker in den Fokus rücken. Dennoch wird Leoni seinen Schwerpunkt auf den Automobilsektor wohl wieder etwas ausbauen, da die großen Erfolge außerhalb des Automotive-Sektors ausblieben. Es bleibt auf jedenfall spannend. Wer auf der Suche nach ertragreichen Aktien mit geringerem Risiko ist, sollte einen Blick in unseren Shop werfen.

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Bildquelle: Pressefoto LEONI AG


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