ElringKlinger-Aktie: Potenzial trotz Dividendenanstieg begrenzt?

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Bildquelle: Pressefoto ElringKlinger AG

Der Autozulieferer ElringKlinger (WKN 785602) konnte seine Aktionäre zuletzt kursseitig nur bedingt zufrieden stellen. Auch die heute angekündigte Dividendenanhebung um 11 Prozent auf 50 Cent je Aktie dürfte daran wenig ändern. Der Weg zum Dividendentitel ist noch weit, auch wenn die Dividende aktuell zum fünften Mal in Folge erhöht wird. Aber vielleicht kann die Bilanzpressekonferenz am Freitag ja neue Impulse bringen.

Nach vorläufigen Daten hat ElringKlinger die Umsatzerlöse 2013 um 4,3 Prozent auf 1,18 Mrd. Euro steigern können. Die starke Aufwertung des Euro vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2013 schlug sich beim Betriebsergebnis EBIT nieder, das zwischen 160 bis 162 Mio. Euro erwartet wird. Im Vorjahr hatte das EBIT jedoch bei lediglich 136 Mio. Euro gelegen. Bereinigt um Einmaleffekte aus der Kontrollübernahme am 50-50-Joint-Venture ElringKlinger Marusan Corporation stieg das EBIT 2013 nach vorläufigen Zahlen um 7 Prozent auf rund 146 Mio. Euro. Weitere Sondereffekte gab es zudem im positiven wie auch negativen Bereich. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich denn gegenüber dem Vorjahreswert von 12,1 Prozent leicht.

Alles in allem sind dies solide Zahlen. Für 2014 erwartet der ElringKlinger-Konzern einen über dem Markt liegenden organischen Anstieg der Umsätze um 5 bis 7 Prozent. Die vollständige Konsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation soll rund 25 Mio. Euro zusätzlich zum Umsatz beisteuern. Die EBIT-Marge soll sich gegenüber 2013 leicht verbessern. Das um Einmaleffekte bereinigte EBIT soll das fünfte Jahr in Folge steigen und die Bandbreite von 160 bis 165 Mio. Euro erreichen. Insofern sind zumindest die Aussichten durchaus positiv.

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Charttechnisch sieht das Papier derweil alles andere als gut aus. Egal ob lang- oder kurzfristige Indikatoren: die Signale stehen auf rot. Wichtig wäre zunächst ein überschreiten des GD38, der derzeit bei etwa 27,30 Euro verläuft. Ein Erreichen des GD200, der derzeit bei knapp über 29 Euro verläuft, dürfte noch einige Zeit dauern. Allerdings könnten positive Signale am Freitag hier ihre kurstreibende Wirkung entfalten. Denn die jüngsten Analysteneinschätzungen sind als durchaus optimistisch zu bezeichnen. Das Bankhaus Lampe etwa stufte die Aktie Ende Februar von „Verkaufen“ auf „Kaufen“ herauf und hob das Kursziel von 26 auf 34 Euro an. Warburg Research („Hold“) bestätigte jüngst das Kursziel von 31,50 Euro. Fundamental ist die Aktie mit einem 2014er KGV von knapp 16 aber nicht gerade günstig. Vielleicht zeigt sich am Freitag das Bild etwas klarer.

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Bildquelle: Pressefoto ElringKlinger AG


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