Wienerberger: Auf zu alten Höhen

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Bildquelle: Pressebild Wienerberger

Nach einer beeindruckenden Kursrallye der Wienerberger-Aktie (WKN 852894) im Jahr 2013 verlor das Papier zum Ende des vergangenen Jahres ein wenig an Schwung. Allerdings konnte der Wert trotzdem mit einem Plus von fast 70 Prozent auf Jahressicht im österreichischen Leitindex ATX mit großem Abstand die Spitzenposition für sich beanspruchen.

Angesichts der erwarteten Konjunkturerholung, der verbesserten Aussichten für den Immobilienmarkt und des damit verbundenen Nachfrageanstiegs bei Ziegeln, dürfte die Wienerberger-Aktie nach einer kleinen Verschnaufpause 2014 ihre Erholungsrallye fortsetzen. Mittlerweile notiert die Aktie immerhin wieder auf dem Niveau vom Sommer 2011. Operativ sieht man zumindest optimistisch in die Zukunft. Für das Gesamtjahr hat sich das Management vorgenommen, Umsatz und Ergebnis deutlich zu steigern und in die Gewinnzone zurückzukehren. Vorstandschef Heimo Scheuch erwartet ein operatives EBITDA von rund 300 Mio. Euro für 2014. Insgesamt rechnet er mit einer Stabilisierung bis leichtem Wachstum im Wohnungsneubau in Europa und einer Fortsetzung des positiven Trends in den USA.

Der Fokus von Wienerberger bleibt auf finanzielle Disziplin und somit auf die Generierung von Free Cashflow, die Steigerung der Profitabilität, eine restriktiven Investitionspolitik sowie organisches Wachstum gerichtet. Zudem will man im Rahmen des finanziellen Handlungsspielraums Gelegenheiten zu selektiver Expansion für kleinere, wertschaffende Übernahmen nutzen.

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Charttechnisch sieht es für die Aktie durchaus gut aus. Der Abstand zum GD200 gibt eine gewisse Sicherheit. Auch bei Analysten kommt die Aktie immer besser an. Seit Veröffentlichung der 2013er Zahlen wurden mehrere Kurszielanhebungen und Höherstufungen vorgenommen. Goldman Sachs („Buy“) nennt inzwischen ein Kursziel von 17,50 Euro. Bei der UBS („Buy“) liegt man mit aktuell 16,70 Euro nur wenig dahinter. Die Citigroup („Buy“) nennt 16,50 Euro. Bis zu diesen Marken besteht noch einiges an Luft. Doch sollte die europäische Wirtschaft wie vielfach erwartet anspringen, würde dies den dafür notwendigen positiven Impuls für die Wienerberger-Aktie bringen. Immerhin hat die Wienerberger einiges aufzuholen: Vor der Finanzkrise notierte die Aktie zeitweise noch über 50 Euro!

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Bildquelle: Pressebild Wienerberger


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