Point&Figure Dow Jones Transportation: Börsen-Frühindikator mehr als unbeeindruckt von der Krim-Krise

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Lieber Leser, liebe Leserin,

heute geht es einmal wieder um den Dow Jones Transportation Index, der die Aktien der größten Transport- und Logistikfirmen der USA beinhaltet.

Und dieser hat traditionell die Funktion eines Frühindikators für den amerikanischen Aktienmarkt. Die Logik, die dahintersteckt, ist recht einfach zu verstehen. Konkret:

Transportunternehmen direkt am Puls der Konjunktur

Wenn eine positive konjunkturelle Entwicklung ansteht, sind die Transport- und Logistikunternehmen davon als erste betroffen. Schließlich müssen die Waren in diesem Fall schließlich vom Hersteller über den Distributor zum Einzelhandel und schlussendlich zum Kunden transportiert werden.

Genauso trifft es diese Firmen als erste besonders hart, wenn die Konjunktur schwächelt. Denn dann fehlen direkt die Transport-Aufträge.

Nun könnte man ja davon ausgehen dass aktuell massive Konjunktur-Sorgen ob einer möglichen negativen Entwicklung der Krim-Krise herrschen dürften. Und diese sollten sich dann zuerst im Dow Jones Transportation Index manifestieren.

Der Chartcheck: Wie steht es mit den Konjunktursorgen wirklich?

Werfen wir einfach einen Blick auf den Point&Figure-Chart in der Chartcraft-Einstellung des Dow Jones Transportation

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point&Figure: Dow Jones Transportation mit dem Kursziel von 10.000 Punkten

Erstaunlicherweise sehen wir in diesem Chart nicht einmal den Hauch einer bearishen Anmutung. Stattdessen befindet sich der Dow Jones Transportation in einem intakten Point&Figure-Kaufsignal (entstanden am 18. September 2013 durch Erreichen der 6700 Punkte) mit dem aktivierten und bestätigten Kursziel von 10.000 Punkten. Bei aktuellen Notierungen von 7600 Zählern eröffnet sich somit ein weitere Potenzial von rund +31%.

Das wiederum würde nach der altbekannten Logik auch auf ein deutliches weiteres Ansteigen der großen Aktien-Indizes in den USA und damit in Folge weltweit hindeuten.

Ende des bullishen Szenarios erst bei Erreichen der 7000 Punkte

Dieses extrem bullenfreundliche Szenario wäre mit Erreichen der 7000 Zähler und der damit verbundenen Ausprägung eines Point&Figure-Verkaufssignals beendet.

Zusammenfassung:

Zumindest aktuell scheinen die weltweit agierenden Investoren der Krim-Problematik kaum einen negativen konjunkturellen Einfluss zuzubilligen.

Diese charttechnische Ausgangslage des Dow Jones Transportation spiegelt sich auch in der der US-Indizes wie dem S&P500, dem Dow Jones und der Nasdaq wider.

Auch diese Börsenbarometer weisen in der langfristiger zu verstehenden Chartcraft-Einstellung intakte Point&Figure-Kaufsignale auf.

Mein Fazit:

So “wild” scheint es zumindest aktuell nicht mit Konjunktursorgen an der Börse zu sein.

Das Aktienklima ist damit weitaus nicht so eingetrübt, wie man es bei der aktuellen Nachrichtenlage vermuten könnte.

Ihr Jörg Mahnert


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