Im Fokus K+S: Weichen für die Zukunft gestellt?

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Lader im Einsatz unter Tage Bildquelle: Pressebild K+S

Beim Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S (WKN KSAG88) bleibt die Lage angespannt. Sollten die Sparbemühungen und die Investitionen jedoch die gewünschten Erfolge bringen und die Weichen für die Zukunft gestellt werden, könnten die Anleger dem Unternehmen die jüngsten Fehlschläge und die Absenkung der Dividende doch noch verzeihen.

Bildquelle: Pressebild K+S
Bildquelle: Pressebild K+S

Angesichts der Turbulenzen am Kalimarkt waren die Markterwartungen für 2013 nicht gerade hoch. Indem die konzernweiten Umsatzerlöse mit 3,95 Mrd. Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau gehalten werden konnten, schaffte es K+S sogar positiv zu überraschen. Dagegen enttäuschte das Unternehmen bei der Vorlage der jüngsten Geschäftsergebnisse am 13. März mit dem Ausblick für 2014 und der unerwartet deutlichen Senkung der Dividende von 1,40 Euro je Aktie im Jahr 2012 auf 25 Cent. Laut Reuters hatten die Analysten im Schnitt mit einer mehr als doppelt so hohen Ausschüttung gerechnet. Zudem kommt man damit lediglich auf eine Ausschüttungsquote von 11 Prozent. In der Vergangenheit lag diese bei 40 bis 50 Prozent des bereinigten Konzerngewinns. Zwar versprach das Management, möglichst schnell eine höhere Ausschüttungsquote erreichen zu wollen. Allerdings dürfte dies schwierig werden, da die erzielten Erträge für Investitionen und die Konzernumstrukturierung benötigt werden.

Vorstandschef Norbert Steiner sorgte zudem nicht gerade für Optimismus, als er ein weiteres schwieriges Jahr für das Unternehmen in Aussicht stellte: „Wenn 2013 herausfordernd war, dann wird 2014 wohl noch herausfordernder“, so seine Prognose. Auch wenn K+S keine konkreten Zahlen nannte, soll der Umsatz 2014 moderat und das operative Ergebnis EBIT I deutlich sinken. 2013 lag das Ergebnis noch bei 656 Mio. Euro und damit um 18 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern fiel sogar um 32 Prozent auf 435 Mio. Euro. In diesem Jahr sollen die geringeren Preise im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für weitere Umsatz- und Gewinnrückgänge sorgen. Sogar im Bereich Salz wird bei konstanten Verkaufsmengen mit einem Preisrückgang gerechnet.

Diejenigen Marktteilnehmer, die gehofft hatten, dass die Vorlage der jüngsten Geschäftsergebnisse für K+S den Tiefpunkt bedeuten würde und es von nun an nur noch bergauf gehen könnte, wurden enttäuscht. Während die Bodenbildung weiterhin auf sich warten lässt, dürfte wenigstens die Enttäuschung über die unerwartet niedrige Ausschüttung schnell verfliegen. Schließlich soll die Wettbewerbsfähigkeit mit dem angestrengten Restrukturierungsprogramm „Fit für die Zukunft“ und den hohen Investitionen in das Legacy-Projekt in Kanada sichergestellt werden.

Wenn dies dazu führt, dass K+S möglichst bald wieder zu einer höheren Ausschüttungsquote zurückkehrt, könnten die Investoren die derzeitige Zurückhaltung bei der Dividendenpolitik verschmerzen. Allerdings sind auch damit weitere Unsicherheiten verknüpft. Während sich der Erfolg der Sparmaßnahmen noch herausstellen muss, ist es angesichts der Turbulenzen am Kalimarkt und des möglichen Markteintritts von Unternehmen wie dem Bergbauriesen BHP Billiton unsicher, ob das neue Kaliwerk in Kanada nach der geplanten Inbetriebnahme im Sommer 2016 die erhoffte Rendite abwerfen kann.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der K+S-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT171X) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,95, die Knock-Out-Schwelle bei 15,85 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX838T, aktueller Hebel 3,81; Knock-Out-Schwelle bei 26,10 Euro) auf fallende Kurse bei der K+S-Aktie setzen.

Stand: 18.03.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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