Siemens: Große Wachstumsstärke

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Bildquelle: Pressebild Siemens

Beim Technologiekonzern Siemens steigt die Spannung: Am 8. Mai will Konzernchef Joe Kaeser seine neue Strategie vorstellen. Während die Investoren tiefgreifende Veränderungen fordern, regt sich auf Seiten der Arbeitnehmervertreter Widerstand. „Es ist kein Riesenumbau notwendig. Siemens ist kein Sanierungsfall“, sagte die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Birgit Steinborn in einem Interview.

Am 1. August 2013 hat Kaeser den Vorstandsvorsitz bei Siemens übernommen. Bereits sein Vorgänger Peter Löscher hat Umbaumaßnahmen eingeleitet, die sich im Zahlenwerk positiv bemerkbar machen. Nach einem starken Start ins Geschäftsjahr 2013/14 rechnet Siemens für die gesamte laufende Periode mit 15 Prozent mehr Gewinn. Aus Sicht vieler Experten ist das eine eher bescheidene Prognose. Laut Berechnungen des deutschen Anlegermagazins BÖRSE ONLINE liegt der Technologiekonzern mit einem erwarteten Gewinnwachstum von 22,6 Prozent in den kommenden zwei Jahren klar über dem DAX-Schnitt.

Die Chancen, dass sich die Aufwärtstendenz der Siemens-Aktie fortsetzt, stehen gut.

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Sollte jedoch, wie sich aktuell im Chart andeutet, eine längere Seitwärtsphase anstehen, ist eine Protect Aktienanleihe (ISIN AT0000A15U42) von der Erste Group Bank die bessere Wahl. Das Papier ist mit einem Kupon von 5,5 Prozent p.a. ausgestattet. Die Aktienanleihe wird zum Nennwert getilgt, wenn der Kurs von Siemens während der Laufzeit niemals die Barriere von 80 Prozent des Startwerts berührt. Sollte der Titel die Barriere verletzen und am Ende nicht wieder über dem Startpreis stehen, erfolgt die physische Lieferung der Aktien.

Tendenziell auf steigende Kurse der Siemens-Aktie ist die klassische Aktienanleihe (ISIN AT000B120407) ausgerichtet. Sie ist ohne Protect-Level ausgestattet. Zur Rückzahlung zum Nennwert kommt es also nur dann, wenn die Aktie am Laufzeitende über ihrem Startwert notiert. Das etwas größere Risiko wird mit einem höheren Kupon von 7,75 Prozent p.a. ausgeglichen.

Fazit: Bei der Protect Aktienanleihe auf Siemens erhalten Anleger am Laufzeitende einen Kupon von 5,5 Prozent p.a. Zudem wird das Papier zum Nennwert getilgt, wenn die Siemens-Aktie während der Laufzeit niemals die Barriere von 80 Prozent des Startwerts verletzt. Durch den Kupon ist die Aktienanleihe im Vergleich zum Direktinvestment als risikoärmer einzustufen. Dafür müssen Anleger auf eventuelle Kursgewinne und Dividendenzahlungen verzichten.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressebild Siemens


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3 KOMMENTARE

  1. Siemens finde ich aus mehreren Gründen gut:

    a) Sie zahlen die Dividende im Januar aus – das ist schon mal ein guter Start in das Jahr 😉
    b) Trotz Problemen bei Großprojekten, ist der Markenname Siemens ungebrochen gut
    c) Trotz schwankender Gewinn wurde die Dividende nicht gesenkt

    Von allen DAX-Werten, hätte ich gerne in meinem Depot:
    Siemens, BASF, Münchner Rück, Fresenius SE, Henkel

    Beste Grüße
    D-S

  2. Als Mischkonzern sind Umstrukturierungsmaßnahmen bei Siemens die Regel. Offensichtlich ist Frau Steinborn nicht bewusst, dass ein solches Unternehmen nicht etwa mit McDonalds oder Coca Cola vergleichbar ist, die sich auf ein Produkt konzentrieren, und niemals tiefgreifend umstrukturieren müssen.

    Im Kurs ist dafür ein Konglomeratsabschlag eingerechnet. Dieser ist auch gerechtfertigt, da die jede Veränderung/Abspaltung/Übernahme Kosten verursacht, siehe Vergangenheit: Osram, NSN, Infineon, BenQ etc etc.

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