DAX – Jetzt ist Mut gefragt

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Angesichts der Krim-Krise ist die Unsicherheit an den Aktienmärkten zuletzt noch einmal spürbar angestiegen. Während sich die Anleger vor einer Eskalation der Situation zwischen Russland und der Ukraine fürchten, gilt es nach Auffassung einiger Marktexperten trotzdem, Ruhe zu bewahren. Ein Grund für Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte, bei HypoVereinsbank onemarkets, in seinem wöchentlichen Marktkommentar einen Blick auf weitere wichtige Impulse und interessante Einzeltitel zu werfen.

Kein Grund zur Panik,

das erklärte Mark Mobius, Fondsmanager bei Franklin Templeton im Interview mit dem Handelsblatt am Wochenende. Der Kursrutsch von über 2 Prozent am Freitag deutet zwar noch keine Panik an. Bei einigen Anlegern scheinen am Nachmittag allerdings die Nerven arg strapaziert worden zu sein. Erinnerungen an den vergangenen Montag mit einem Kursabschlag von über 3 Prozent werden wach. Die Ukraine dürfte auch in der laufenden Woche das bestimmende Thema sein – aber nicht das Einzige!

Jetzt zuzugreifen, braucht schon etwas Mut. Wenngleich ein Wochenminus von 6 Prozent wie bei der Bayer, Deutschen Telekom und Merck durchaus verlockend scheinen. Zugegeben, Bayer und Deutsche Telekom haben inzwischen Unterstützungsmarken erreicht. Ob sie halten bzw. eine Reaktion kommt, wird sich zeigen. Bei Merck besteht aus technischer Sicht auf jeden Fall noch Abwärtsrisiko. Aus technischer Sich haben Titel wie BASF und Beiersdorf vergangene Woche kritische Marken unterschritten. Diese Titel zählten in den vergangenen Monaten zu den Lieblingen der Anleger. Was also passiert jetzt? Solche Werte shortet man eigentlich nicht.

Sollte sich die Lage auf der Krim tatsächlich bald beruhigen, bieten die zwischenzeitlichen Kursverluste bei einigen deutschen Titeln eine attraktive Einstiegsgelegenheit. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass die Turbulenzen erst einmal anhalten.

Umsatz- und Stimmungsdaten zählen
Aus fundamentaler Sicht wird die Woche etwas ruhiger. Highlight dürften die Einzelhandelszahlen aus China und den USA sowie das Konsumklima der Uni Michigan werden. Vor allem die US-Daten dürften Spekulationen um den weiteren Kurs der FED weiter stimulieren.

Neben dem bestimmenden Thema Ukraine, sollte man jedoch andere wichtige Nachrichten nicht außer Acht lassen.

Aktien im Fokus
In der kommenden Woche werden wieder eine Reihe von Konzernen Bilanzzahlen veröffentlichen. Unter den DAX®-Werten sollten Anleger unter anderem K+S und Lufthansa im Auge behalten. In der zweiten Reihe stehen Drägerwerk, Gerry Weber, Hannover Rück, Hugo Boss, SGL Carbon im Rampenlicht.Technologie-Fans werden diese Woche nach Hannover blicken. Dort startet die CEBIT-Messe. Zahlreiche Neuigkeiten scheinen gewiss.

Und schließlich bleiben neben den Konjunkturmeldungen auch noch einige interessante Quartalsbilanzen.

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


1 KOMMENTAR

  1. Wenn man den DAX und den Dow Jones der letzten 10 Tage übereinander legt, so sieht man das eine Differenz von gut 5 Prozent entstanden ist: http://goo.gl/4R5XMi

    Ich denke das in den USA die Krim-Krise absolut keine Rolle spielt. Für die USA ist das nur ein Nebengeplänkel in der Weltgeschichte.

    Sollte das Thema in den Medien nicht mehr an erster Front erscheinen, dürfte der DAX (der in meinen Augen zu stark nach unten übertrieben hat) wieder massiv ansteigen und den Abstand zum Dow Jones verringern!

    Beste Grüße
    D-S

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