Blick nach Japan: Yen-Schwäche bringt Wirtschaft ins Wanken

0
Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die Wirtschaft, insbesondere den Exportsektor ankurbeln und die Wettbewerbsposition seines Landes stärken: Diese Ziele hatte sich Shinzo Abe vor seiner Wahl zum neuen japanischen Premierminister im letzten Jahr groß auf die Fahnen geschrieben, und sich nach der gewonnenen Wahl zügig an die Umsetzung gemacht. Eine Abwertung des Yen durch eine ultralockere Geldpolitik der Bank of Japan sollten Abhilfe schaffen: Die Notenbanker ließen die Gelddruckmaschine heißlaufen und begannen, monatlich Staatsanleihen im Wert von mehr als sieben Billionen Yen zu kaufen. Mehr als 70% der neu emittierten Anleihen sollten an die BoJ gehen und damit mehr Geld unters Volk bringen.

Schon damals warnten Ökonomen vor der drastischen Maßnahme. Wenn keine Vorkehrungen getroffen werden, um das „künstliche“ Geld auf organische Weise gleichmäßig in den Wirtschaftskreislauf einzuführen, besteht die Gefahr, dass einzelne Sektoren (zum Beispiel die Immobilienwirtschaft) über Gebühr „aufgeblasen“ werden. Und während die Einfuhr ausländischer Waren durch den abknickenden Yen immer teurer wird, reicht die bisher erwirkte Schwäche bislang noch nicht für einen Boom in der Exportwirtschaft. Und dann muss sich die japanische Bevölkerung auch noch auf eine weitere Doppelbelastung vorbereiten: Im April wird die Mehrwehrtsteuer von bisher 5% auf 8% angehoben, was derzeit zu einer gesteigerten Inlandsnachfrage führt, während die Menschen sich noch schnell günstig mit Waren eindecken.

Abgesehen von den unerwünschten Nebenwirkung hat der fallende Yenkurs jedoch auch positive Folgen für die japanische Wirtschaft. Auch wenn von einem Boom noch nicht die Rede sein kann, so haben die Exporte doch deutlich angezogen und, der japanische Leitindex Nikkei 225 ist 2013 um beinahe 80 Prozent gestiegen und beflügelt vom Aktienmarkt wird die Binnennachfrage allen Anzeichen zufolge auch nach dem 1. April stark bleiben. Auch der Arbeitsmarkt zieht an: Die Nachfrage nach Mitarbeitern ist momentan so stark wie seit Oktober 2007 nicht mehr, und die Löhne sind im November zum ersten Mal seit fünf Monaten wieder um 0,5% gestiegen.

Flexibel und unkompliziert auf den japanischen Finanzmärkten positionieren können Sie sich mit CFDs, zum Beispiel mit einem Handelskonto von Marktführer IG. CFDs, oder Differenzkontrakte, sind gehebelte Derivate, die es Anlegern erlauben, sich ihrer Meinung entsprechend auf einem Basismarkt wie Forex, Aktien, Indizes oder Rohstoffen zu positionieren und bereits von kleinen Kursbewegungen große Gewinne davonzutragen.

Der Handel mit Hebelprodukten beinhaltet ein hohes Risiko und kann zu Verlusten führen, die Ihre ursprünglichen Einzahlungen überschreiten. Bitte stellen Sie darum sicher, dass Sie alle mit dem CFD Handel verbundenen Risiken verstanden haben und einschätzen können.

Milena Kannen ist Financial Writer und Researcher bei IG, Deutschlands führendem CFD-Anbieter. Nach abgeschlossenem Journalistikstudium in Leipzig schreibt sie nun aus London über CFD-Handel, Charttechnik und Handelsstrategien sowie aktuelles Börsengeschehen. Mehr Infos erhalten Sie unter www.ig.com/de

Bildquelle: dieboersenblogger.de


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here