Adidas: Wie gut, dass bald Fußball-WM ist

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Europas größter Sportartikelhersteller Adidas (WKN A1EWWW) wird 2014 mit ähnlichen Problemen wie im Vorjahr zu kämpfen haben. Dazu gehören negative Währungseinflüsse oder die Kaufzurückhaltung der Konsumenten in Südeuropa. Nur gut, dass in diesem Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ansteht und Rekordumsätze im Fußball-Geschäft winken. Zudem dürfen sich die Aktionäre über einen Dividendenanstieg um 12 Prozent auf 1,50 Euro je Aktie freuen.

Im vierten Quartal 2013 konnte Adidas die konzernweiten Umsatzerlöse währungsbereinigt um satte 12 Prozent steigern. Allerdings fraßen negative Währungseffekte fast das komplette Wachstum auf, so dass am Ende lediglich ein Plus von 3 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro zu Buche stand. Auf Gesamtjahressicht mussten die Herzogenauracher sogar einen Umsatzrückgang um 3 Prozent auf 14,5 Mrd. Euro verbuchen. Immerhin konnte auf bereinigter Basis ein Zuwachs um 3 Prozent verzeichnet werden. Dabei rechnet man auf Konzernseite damit, dass sich die negativen Belastungen aus ungünstigen Wechselkursen auch in diesem Jahr zeigen werden.

Auf der Ergebnisseite machte sich wegen Abschreibungen auf das Großhandelsgeschäft in Spanien und Portugal sowie das Einzelhandelsgeschäft in Nordamerika Enttäuschung breit, da weder die konzerneigenen gesenkten Prognosen noch die Analystenerwartungen erreicht werden konnten. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn wurde zwar um 49 Prozent auf 787 Mio. Euro gesteigert, allerdings hatte Adidas einen Wert von 820 bis 850 Mio. Euro in Aussicht gestellt, während die Analystenzunft im Schnitt mit 835 Mio. Euro gerechnet hatte. Der bereinigte Gewinn stieg um 6 Prozent auf 839 Mio. Euro.

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Probleme wie die wirtschaftliche Schwäche in Südeuropa und die damit zusammenhängende Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten oder die negativen Währungseinflüsse werden sich für Adidas nicht in Luft auflösen. Allerdings steht 2014 die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien über allen Problemen. Deshalb geht Adidas von einem weiteren erfolgreichen Geschäftsjahr, währungsbereinigten Umsatzzuwächsen im hohen einstelligen Bereich und einem Gewinn von 830 bis 930 Mio. Euro aus. Wer deshalb auf steigende Kurse der Adidas-Aktie setzen möchte, könnte das Derivate-Produkt mit der WKN DZ96XL ins Auge fassen.

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