Point&Figure DAX: Im Brennpunkt der Krim-Krise, auf welche Marken Sie nun achten müssen

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Lieber Leser, liebe Leserin,

was aktuell gerade auf der Krim geschieht, ist möglicherweise ein Wendepunkt in der Entwicklung Europas.

Der russische Bär zeigt Klauen und Zähne

Denn die Drohgebärden Moskaus und die wachsende Militärpräsenz auf der Krim sind ein Verhalten, das man seit den Zeiten des kalten Krieges als überwunden betrachtet hat.

Inwieweit die russischen Interessen auf der Krim und damit im Staatsgebiet der Ukraine in dieser Form zu schützen sind…. die Beantwortung dieser Frage überlassen wir besser den Politikern und später den Historikern.

DAX im Krim-Krisen-Taumel

Stattdessen sollten wir erneut einen Blick auf den DAX werfen, der gestern massiv verlor und sich heute morgen aufgrund wohl wahrgenommener Entspannungs-Signale aus dem Kreml deutlich erholen konnte.

Sahen wir gestern in den letzten Taxen noch Notierungen um 9320 Punkte, deuten die vorbörslichen Indikationen um 8:45 von 9460 Zählern auf eine deutlich freundlichere Eröffnung hin.

Charttechnisch ist die Lage noch wenig bedrohlich

Lösen wir uns mental vom Politik- getriebenen kurzfristigen Geschehen und werfen einen Blick auf den Point & Figure-Chart des deutschen Leitindex in der Bulls-Eye-Broker-Einstellung mit aktuell 50 Punkten pro Kästchen:

Bereits auf den ersten Blick erkennbar:

image

(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point & Figure DAX: Verkaufssignal: JA, dramatisches Ziel: NEIN

Der Point&Figure-Chart befindet sich in einem intakten Point&Figure-Verkaufssignal. Dieses entstand durch Erreichen der 9450 Zähler am gestrigen Handelstag.

Der zweite Blick: Kursziel 9250 Zähler

Allerdings weist dieses Signal kein besonders bedrohliches Kursziel auf, lautet dieses doch auf 9250 Zähler. (Regelkonform mit dem 2er-Reversal berechnet)

Der dritte Blick: Bei rund 9250 liegt eine wichtige Unterstützung

Gleichzeitig verläuft in diesem Bereich, konkret zwischen 9200 und 9250 Zählern die aktuell gültige Bullish-Support-Line, die den Bullen Unterstützung gewähren sollte.

Fazit: Rein charttechnisch stellt sich die Lage noch nicht allzu dramatisch dar.

Wie Sie nun vorgehen sollten:

Das sollten Sie schon einmal nicht machen!

Zuerst einmal sollten Sie sich nicht von der Panikmache mancher Börsenbrief-Werbestrategen beeindrucken lassen.

Da finden sich halt wieder einmal Aussagen wie “Der Mega-Crash kommt, welche Aktien Sie jetzt kaufen sollten!”

Dazu fällt mir nur ein, dass hier wohl nur die Dummheit “mega” ist, denn warum sollte man bei einem Crash überhaupt Aktien kaufen. Nach meinem Kenntnisstand tut man das doch nach einem Crash…..

Ok, verstehe, man will ja jetzt Börsendienste verkaufen……

Meiner Meinung nach die bessere Idee:

Was Sie aber tun können, anstatt solch dümmlicher Bauernfängerei auf den Leim zu gehen:

Erst einmal Ruhe bewahren, dann bestehende Long-Positionen mit engeren Stops versehen.

Wer in DAX-Derivaten agiert, kann durchaus ein Abstauberlimit bei 9250 Zählern platzieren.

Der Stop und ein Wechsel auf Short sollte aber unbedingt bei Erreichen der 9150 und damit dem eindeutigen Bruch der Bullish-Support-Line vorgemerkt werden.

(An sich liegt der bei 9200, allerdings muss die krisenbedingt gestiegene Volatilität durchaus berücksichtigt werden!)

Ihr Jörg Mahnert


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