ProSiebenSat.1 wächst und wächst

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Bildquelle: Pressefoto Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG

2013 war für den Medienkonzern ProSiebenSat.1 (WKN PSM777) ein Jahr der Rekorde. Dabei war es nicht das klassische TV-Werbegeschäft, das sich als größter Wachstumstreiber herausgestellt hat, sondern vielmehr neue Geschäftsfelder im Bereich der digitalen Medien wie das Videoportal Maxdome oder Online-Spiele. Genau deshalb will das MDAX-Unternehmen das Wachstum in diesen Segmenten forcieren.

Die konzernweiten Umsatzerlöse lagen 2013 bei 2,6 Mrd. Euro und damit um 10,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Zudem wurde das bereinigte operative Ergebnis um 6,1 Prozent auf 790,3 Mio. Euro nach oben geschraubt. Während die Erlöse im Bereich der Markterwartungen lagen, schnitt ProSiebenSat.1 beim Ergebnis etwas besser als gedacht ab. Der bereinigte Jahresüberschuss erhöhte sich um 6,8 Prozent auf 379,7 Mio. Euro. Stärkster Umsatztreiber waren erneut die Digitalgeschäfte. Insgesamt wurde der Umsatzanteil von Bereichen außerhalb des klassischen TV-Werbegeschäfts von 24,3 auf nun 29,5 Prozent gesteigert.

Bei den Analysten der DZ Bank legte man das eher schwache Wachstum bei der klassischen TV-Werbung negativ aus und schaute weniger auf die starken Zuwächse in anderen Geschäftsfeldern. Deshalb wurde die ProSiebenSat.1-Aktie auf „Verkaufen“ mit einem fairen Wert von 29,50 Euro belassen. Der für die heutige Studie zuständige Analyst geht mittelfristig von einer schwachen Gewinnentwicklung bei dem Fernsehsender aus. Daher sei die derzeitige Bewertung der Aktie nicht gerechtfertigt, so die Analyse weiter.

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Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet das Unternehmen eine Steigerung des Konzernumsatzes im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Auch beim bereinigten EBITDA und Konzernüberschuss sollen trotz weiterer Investitionen in Wachstumsfelder Steigerungen drin sein. Zudem bleibt das Ziel, den Umsatz bis 2018 gegenüber 2012 um 1 Mrd. Euro nach oben zu schrauben. Die ProSiebenSat.1-Aktie dürfte jedoch nicht nur von dem Wachstumskurs des Unternehmens profitieren. Nach dem Rückzug der Investoren KKR und Permira winkt ein DAX-Aufstieg. Wer deshalb auf steigende Kurse setzen möchte, könnte einen Blick auf das Produkt mit der WKN HY2L7P werfen.

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Bildquelle: Pressefoto Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG

 


1 KOMMENTAR

  1. […] Im Geschäftsjahr 2012 hieß es noch, dass die Allianz (WKN 840400) die positiven Geschäftsergebnisse einer ungewöhnlich niedrigen Zahl an Naturkatastrophen zu verdanken hatte. Doch nun konnte der Versicherungskonzern zeigen, dass ihm selbst große Flut- und Hagelschäden wenig ausmachen können. Trotz der damit zusammenhängenden Kosten und der Störfeuer im Asset Management wurde der Gewinn 2013 im Vorjahresvergleich deutlich gesteigert und zudem die Dividende angehoben. Mehr dazu hier. Unter den 30 DAX-Werten schnitt im Vorjahr nur die Aktie des Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers K+S (WKN KSAG88) schlechter als Lanxess (WKN 547040) ab. Seit der Ankündigung von Ende Januar, dass der bisherige Finanzchef bei Merck KGaA (WKN 659990), Matthias Zachert, zukünftig den Vorstandsvorsitz beim Spezialchemiekonzern übernehmen würde, machte sich ein wenig Optimismus breit. Doch mit der jüngsten Gewinnwarnung scheint davon nur noch wenig übrig zu sein. Wenn man einen Blick auf den Aktienkurs wirft, ist Osram (WKN LED400) eine sehr erfolgreiche Börsengeschichte. Schließlich hat sich der Kurs seit dem IPO am 8. Juli 2013 inzwischen verdoppelt. Ende September erfolgte zudem die Aufnahme in den MDAX. Angesichts der Konzentration auf den LED-Markt und der angestrengten Sparmaßnahmen, sollte das letzte Kapitel dieser Erfolgsgeschichte noch längst nicht geschrieben worden sein. Näheres beleuchten wir in unserem aktuellen Newsletter Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau. Wer das kostenfreie PDF jede Woche automatisch beziehen möchte, kann sich hier anmelden. 2013 war für den Medienkonzern ProSiebenSat.1 (WKN PSM777) ein Jahr der Rekorde. Dabei war es nicht das klassische TV-Werbegeschäft, das sich als größter Wachstumstreiber herausgestellt hat, sondern vielmehr neue Geschäftsfelder im Bereich der digitalen Medien wie das Videoportal Maxdome oder Online-Spiele. Genau deshalb will das MDAX-Unternehmen das Wachstum in diesen Segmenten forcieren. Mehr dazu hier. […]

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