Kapsch TrafficCom: Der Tag der Entscheidung naht

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Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG

Bei Kapsch TrafficCom steigt die Spannung: Am 17. Februar ist in Russland die Deadline für die Abgabe der Angebote für das landesweite Mautsystem gefallen. Danach sollte innerhalb von 30 Tagen eine Entscheidung getroffen werden. Die Analysten der Erste Group Bank räumen Kapsch TrafficCom eine Chance von 50 zu 50 ein, bei der Ausschreibung zum Zug zu kommen. Es geht um viel: Die Laufzeit des Projekts beträgt 13 Jahre. Der Gewinner der Ausschreibung wird damit beauftragt, ein landesweites Mautsystem für Fahrzeuge mit einem maximal zulässigen Gesamtgewicht von mehr als zwölf Tonnen zu errichten und zu betreiben. Kapsch hat sich mit NIS, dem führenden russischen Unternehmen für Telematiklösungen, in einem Konsortium zusammengeschlossen.

Im Kerngeschäft entwickelt, errichtet und betreibt Kapsch TrafficCom vorrangig elektronische Mautsysteme, insbesondere für den mehrspurigen Fließverkehr. Mit weltweit 280 Referenzen in 43 Ländern auf allen fünf Kontinenten und mit insgesamt über 70 Mio. ausgelieferten On-Board Units und etwa 18.000 ausgestatteten Spuren hat sich Kapsch TrafficCom bei der elektronischen Mauterhebung unter den weltweit anerkannten Anbietern positioniert.

Die Experten der Erste Group Bank halten den aktuellen Kapsch-Aktienkurs auch schon auf Basis des bestehenden Auftragsstands für interessant: „Wir sehen aktuell eine interessante Einstiegsmöglichkeit mit Horizont ein bis zwei Monate und hoffentlich einer positiven Auftragsvergabe für Kapsch TrafficCom in Russland.“ Die Charttechnik untermauert die Empfehlung der Experten: „Zum ersten Mal seit der Erstnotiz im Jahr 2007 gibt die Kapsch-Aktie ein Kaufsignal beim MACD auf Monatsbasis, was ein deutliches Signal für eine längerfristige Trendwende ist“, so die Analysten. Auf kurzfristiger Basis sei die Hürde bei 44,60 Euro entscheidend. „Im Falle eines Überschreitens könnte die Aktie rasch in Richtung 50 Euro steigen, da bis dahin keine nennenswerten Widerstände festzustellen sind“, konstatieren die Erste-Profis.

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Vor diesem Hintergrund bleibt das im Juli 2013 vorgestellte Turbo Long-Zertifikat (ISIN AT0000A0XL78) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) interessant. Es hat seit der Empfehlung bereits um rund 85 Prozent zugelegt. Kursgewinne der Aktie werden aktuell mit dem Faktor 2,4 gehebelt. Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt gut 35 Prozent. Mit einem Capped Bonus-Zertifikat (ISIN AT0000A14W09) von der RCB ist auch bei einer Seitwärtsbewegung eine stattliche Rendite drin: Sofern die Kapsch-Aktie bis zum Ende der Laufzeit im Juli 2015 stets oberhalb von 35 Euro notiert, generiert das Bonus-Papier einen Ertrag von gut 21 Prozent.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG


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