Gold – verblasster Glanz?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Zuletzt hatten immer mehr Anleger Gold den Rücken gekehrt und somit für einen Preissturz bei dem gelben Edelmetall gesorgt. Bei den Goldminenaktien machte sich diese Entwicklung ebenfalls negativ bemerkbar. Bei HypoVereinsbank onemarkets nahm man die jüngste Preiserholung nun zum Anlass, auf den Goldsektor und Minenaktien zu schauen.

Steigende US-Zinsen und eine sinkende physische Nachfrage drückten 2013 auf den Goldpreis – ein Leidtragender dieser Entwicklung ist der Minensektor.

Vom 7. bis zum 23. Februar kämpfen Sportler aus 85 Nationen im russischen Sotschi in 98 Wettkämpfen um Gold, Silber und Bronze. Die bei den Olympischen Winterspielen zu gewinnenden Medaillen sind von einem unschätzbaren ideellen Wert. Dagegen ist ihr Glanz aus materieller Sicht zuletzt deutlich verblasst. Nach einer Serie von zwölf Jahren mit steigenden Kursen büßte die Feinunze Gold 2013 knapp 28 Prozent an Wert ein. Für Silber stand sogar ein Minus von mehr als einem Drittel zu Buche.

Ein Dreh- und Angelpunkt der Korrektur ist die Geldpolitik in den USA. Kurz vor Weihnachten kündigte die Notenbank an, den milliardenschweren Aufkauf von Staatsanleihen und Immobilienpapieren ab Januar 2014 um monatlich zehn Milliarden US-Dollar kürzen zu wollen. Obwohl in den Staaten von einer Zinserhöhung nicht die Rede sein kann, löste bereits die monatelange Diskussion um den Liquiditätsentzug einen Renditeanstieg aus. Ende 2013 warfen zehnjährige US-Staatsanleihen rund drei Prozent ab – ein Aufschlag von mehr als 100 Basispunkten auf das Schlussniveau des Vorjahres. Da Edelmetalle keine laufenden Erträge bringen, zerren steigende Zinsen an der Attraktivität der Anlageklasse.

Mitgehangen, mitgefangen

Die Goldnachfrage unterstreicht diese These. Im dritten Quartal 2013 lag sie nach Angaben des Word Gold Council (WGC) weltweit mit 868,5 Tonnen um 21 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dabei spielten physisch hinterlegte Anlageprodukte eine zentrale Rolle. Exchange Traded Funds (ETFs) und vergleichbare Vehikel warfen von Juli bis September 119 Tonnen des wichtigsten Edelmetalls auf den Markt. Im Vergleichszeitraum 2012 hatte der Sektor noch knapp 140 Tonnen gekauft. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Betreiber von Goldminen. Bei den Aktien dieses Wirtschaftszweiges löste die Flaute eine massive Korrektur aus. Das zeigt ein Blick auf den NYSE Arca Gold BUGS Index. Im vergangenen Jahr verlor dieser Gradmesser mehr als die Hälfte seines Wertes.

In der von der US-Börse NYSE Arca berechneten Auswahl sind in der Goldgewinnung tätige Unternehmen enthalten. Eine Reaktion, insbesondere auf kurzfristige Schwankungen beim Goldpreis, zählt zum Kalkül der Index-Methodik. Daher kommen nur Firmen infrage, die ihre Produktion für längstens eineinhalb Jahre in die Zukunft absichern. Der NYSE Arca Gold BUGS Index ist nach einer optimierten Methode gewichtet. Sie sieht vor, dass die drei Gesellschaften mit der höchsten Marktkapitalisierung eine stärkere Gewichtung erhalten als die übrigen Werte. Dabei steuern die beiden größten Konzerne je 15 Prozent, die Nummer drei ein Zehntel zum Index bei. Die weiteren Titel sind gleich stark gewichtet.

Quelle: onemarkets Magazin HypoVereinsbank, Februar 2014.
Quelle: onemarkets Magazin HypoVereinsbank, Februar 2014.

Sparmaßnahmen

Zu den Top-Werten zählt Barrick Gold Corporation. Der Bergbaukonzern reagierte mit einem drastischen Schritt auf die Flaute. Ende Oktober 2013 gaben die Kanadier bekannt, die Erschließung der Mine Pascua-Luama zu stoppen. Im Grenzgebiet von Chile und Argentinien hoffte das Unternehmen, auf ein Vorkommen von knapp 18 Millionen Feinunzen Gold sowie hohe Silberreserven zu stoßen. Auch im laufenden Geschäft fährt Barrick einen Sparkurs. Im dritten Quartal 2013 lagen die Gesamtkosten für die Produktion einer Feinunze Gold mit 916 US-Dollar um elf Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Früchte der Sparsamkeit und Kapitaldisziplin könnte der Minensektor ernten, sollte es mit den Edelmetallpreisen nach oben gehen. Anlegern mit einem entsprechend positiven Szenario bietet zum Beispiel ein Open End Index Zertifikat auf den NYSE Arca Gold BUGS (Price-) Index die Möglichkeit, breit gestreut in den Sektor zu investieren. Das Produkt bildet das Branchenbarometer mit einer Partizipationsrate von 100 Prozent ab.

Eine Positionierung getreu dem Motto „The trend is your friend“ ist dagegen mit einem Turbo Bear Open End auf den NYSE Arca Gold BUGS (Price-) Index möglich. Mit diesem Hebelprodukt können Anleger auf einen weiteren Kursrückgang des Branchenbarometers spekulieren. Dabei kann eine kleine Bewegung des Index nach unten bereits hohe Gewinne bei dem Zertifikat nach sich ziehen. Wichtig: Der Hebel gilt für beide Kursrichtungen. Bereits ein kleiner Ausschlag des Gold BUGS Index nach oben kann daher für Anleger hohe Verluste bedeuten. Berührt oder überschreitet der Index gar die Knock-out-Barriere, wird das Produkt automatisch ausgeübt. In diesem Fall erleiden Anleger einen Totalverlust. Basispreis und Knock-out-Barriere werden täglich angepasst.

Weitere Infos: www.onemarkets.de

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

 


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