Deutsche Anlegermesse: Es war schon prickelnder…

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Am vergangenen Wochenende war die 5. Deutsche Anlegermesse in Frankfurt. Was gut vor Jahren gut angefangen hat und sich in der Szene zum Gegenpart der Invest aufbauen hätte lassen, ist ein wenig verblasst.

Messen sind immer so eine Sache. Gerade Finanzmessen. Eigentlich ist die Branche immer „unter sich“. Denn wirklich publikumsanziehend ist das Ganze nicht. Es sei denn, man(n) ist 65 Jahre plus X, muss für seine Frau dutzende Kulis einsammeln und hört sich einen Evergreen-Vortrag von einem schwäbischen Investor an über seinen persönlichen ROI bei der Aktie XY. Doch auf Jahre könnte das langweilig werden.

In Frankfurt war dieses Jahr nicht wirklich was los, offizielle Zahlen gibt es zum Stand dieses Postings noch keine – aber wie immer wird die Pressemitteilung von einem vollen Erfolg sprechen und wachsenden Gäste-Zahlen. Tatsache ist: Die Messe hatte nichts neues zu bieten. Sich irgendwo mit jemanden hinsetzen und sich über Finanzthemen zu unterhalten – das ging auch nicht. War nicht vorgesehen. Man muss es klar sagen:

Deutsche Finanzmessen verkommen immer mehr zu Schaufenster-Veranstaltungen. Wer sich als Privat-Anleger über die Themen Vermögensaufbau, Derivate, Aktien und alles andere was mit Finanzen zu tun hat, informieren will – der sollte sich die Mühe für Finanzmessen sparen. Dann lieber online gehen, Blogs oder Portal-Seiten lesen oder sich für Veranstaltungen Zeit nehmen, bei denen wirklich Know-how vermittelt wird. Das letztere trifft auf die Anlegermesse in Frankfurt in diesem Jahr nur bedingt zu, wo „so mancher Hochkaräter aus der Finanzbranche“ da war. Jetzt stellt sich nur die Frage, ob ein, zwei oder drei n-tv-Moderatoren wirklich als Hochkaräter zu bezeichnen sind… aber warten wir es ab: die große Masse an Messen und Börsentagen kommt ja erst noch!


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2 KOMMENTARE

  1. Ich war auch Freitag und Samstag in FFM auf der Messe.
    Ich denke schon, das es sich gelohnt hat.
    Die Vorträge waren interessant, die Menschen nett – das Essen OK (Würschtle mit Kartoffelsalat))

    Natürlich darf man nicht im Parkhaus parken – die 2 Tage haben mich über 40 EUR Parkgebühren gekostet!

    Ziel der Aussteller ist es natürlich an Adresse ran zu kommen.
    Manche machen es auf nette Art – manche wiederum (Stiftung Warentest oder Finanztest), gaben nur kostenlose Zeitschriften raus, wenn man seine Adresse im Gegenzug rausrückte.
    Dem habe ich klar meine Meinung gesagt – aber es hat ihn wohl kaum gejuckt!

    Beste Grüße
    D-S

  2. So unterschiedlich können die Meinungen sein. Aber vielleicht sehen wir das auch zu sehr durch die professionelle Brille. Als Privatanleger scheint man also doch etwas mehr mitnehmen zu können – gut so!
    Die Adressensammler gehören leider zum Spiel… aber da kann ja jeder selbst entscheiden, ob er seine Email hergibt oder nicht 🙂

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