GESCO: Trendwende in Reichweite

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Die Zahlen der Beteiligungsgesellschaft GESCO (WKN A1K020) konnten überzeugen. Dennoch besteht auch kein Grund zur Euphorie, denn selbst das Management sieht derzeit noch nicht mit Sicherheit eine Trendwende. Für die Aktie dürfte sich das weiter als Hemmschuh erweisen, auch wenn die Charttechnik wieder langfristig auf grün steht.

Konkret konnte GESCO im dritten Quartal 2013/14 erfreuliche Entwicklungen bei Auftragsein­gang (+1,2 Prozent auf 113,3 Mio. Euro) und Umsatz (+4,5 Prozent auf 119,5 Mio. Euro) vermelden. Und auch im vierten Quartal, das die Monate Oktober bis Dezember der Tochtergesellschaften beinhaltet, lief das Geschäft in der im SDAX notierten Gruppe auf recht hohem Niveau: Der Auftragseingang wuchs gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 7,5 Prozent auf rund 110 Mio. Euro und der Umsatz stieg um 9 Prozent auf rund 115 Mio. Euro. Der Auftragsbestand betrug zum Ende des vierten Quartals rund 180 Mio. Euro.

Da sich der Umsatz im vierten Quartal etwas besser als erwartet ent­wickelt, hebt GESCO die Planung für den Konzernumsatz von zuletzt rund 435 Mio. Euro auf rund 450 Mio. Euro an. Die Marge wird im vierten Quartal unter anderem von Einmaleffekten belastet, die bereits im Halbjahresfinanzbericht angekündigt und erläutert wurden und die in Summe etwas höher ausfallen als erwartet. Dazu zählen insbeson­dere erhöhte Due-Diligence-Aufwendungen sowie unvorhersehbare technische Probleme bei zwei komplexen Projekten. Für den Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter hatte GESCO bislang einen Wert bei oder leicht unter 18 Mio. Euro erwartet; aus heuti­ger Sicht dürfte das Ergebnis leicht unter 18 Mio. Euro liegen, so das Unternehmen weiter.

Um den Optimismus etwa zu bremsen sei noch auf die Worte von GESCO-Vorstand Hans-Gert Mayrose verwiesen. Dieser erklärte zu den Quartalszahlen: „Ob die positive Entwicklung im dritten und vierten Quartal eine nachhal­tige Trendwende einleitet, ist noch nicht eindeutig zu beurteilen. Ins­gesamt haben wir jedoch den Eindruck, dass sich die teils massive Investitionszurückhaltung der Kunden insbesondere bei größeren Investitionsgütern etwas gelockert hat. Auch aus dem 2013 schwie­rigen chinesischen Markt kommen seit Ende 2013 positive Signale. Daher sind wir für das neue Geschäftsjahr 2014/2015 aus heutiger Sicht vorsichtig optimistisch gestimmt.“

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Diesem vorsichtigen Optimismus kann ich mich angesichts des obigen Charts nur anschließen. Die GESCO-Aktie ist eben nichts für Kurzfristanleger. Diejenigen, die schon drei Jahre dabei sind, freuen sich derzeit über 40 Prozent Kursgewinne. Von daher ist hier eben Ruhe und Gelassenheit angesagt. Die GESCO-Gesellschaften gehören zum erfolgreichen Mittelstand im Land und werden auch weiterhin gute Geschäfte machen. Das mag ein oder zwei Quartale nicht im Sinne der Börsianer sein, aber das macht vielleicht auch den Charme dieser Aktie aus.

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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