Schoeller‐Bleckmann (SBO): Frische Impulse fehlen

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Bildquelle: Pressefoto Schoeller-Bleckmann

Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionskomponenten für die Oilfield Service-Industrie. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Produktion von amagnetischen Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie (Directional Drilling). Alle bedeutenden Oilfield Service-Unternehmen zählen seit Jahrzehnten zu den Kunden. Für diese bietet SBO auch umfangreiche Dienstleistungen im Bereich Reparatur und Service.

Mit einem Umsatz von 458 Mio. Euro im Jahr 2013 konnte SBO nicht an den Vorjahresrekord anknüpfen. Damals hat der Ölfeldausrüster 512,1 Mio. Euro erlöst. Das Ergebnis vor Steuern lag den vorläufigen Angaben zufolge mit 83 Mio. Euro ebenfalls unter dem 2012er-Rekordwert von 110,1 Mio. Euro. „Das Geschäftsjahr 2013 war erwartungsgemäß von einem schwächeren Auftragseingang geprägt“, erklärte das SBO-Management. Und: „Das Marktumfeld zeigte sich zu Jahreswechsel 2013/2014 unverändert.“

Zwar bezeichnet SBO selbst die Geschäftsentwicklung als „solide“. Immerhin landete die Marge auf Basis des Ergebnisses vor Steuern bei stolzen 18,1 Prozent. Dennoch reagierten zahlreiche Analysten eher skeptisch. Die Wertpapierexperten der Erste Group zum Beispiel haben ihr Kursziel von 85,80 auf 85,30 Euro leicht gesenkt und die Empfehlung bei „Halten“ belassen. Die vorläufigen 2013er-Daten hätten enttäuscht, so die Analysten. Letztlich dürften sich die Zahlen aber nicht schwerwiegend auf den Kurs auswirken, weswegen die Empfehlung auf „Halten“ belassen werde. Auch für Goldman Sachs ist der Titel derzeit kein Kauf. Das Kurs-ziel wurde von 97 auf 91 Euro gesenkt und die Einschätzung bei „Neutral“ belassen. Ein Risikofaktor sei der schwache Dollar.

Auch beim Blick auf den Chart wird ersichtlich, dass der SBO-Aktie die Luft ausgegangen ist. Der Titel pendelt schon seit weit über einem Jahr in einer Spanne zwischen 70 und 90 Euro.

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Sollte dieses Szenario noch ein Weilchen anhalten, ist ein Discount-Zertifikat (ISIN AT0000A10VL7) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) die erste Wahl. Das Papier generiert im Januar 2015 eine Rendite von zwölf Prozent, wenn die SBO-Aktie dann mindestens bei 85 Euro steht – also ungefähr dort, wo das Kursziel der Erste-Group-Analysten liegt.

Auf eine Wiederaufnahme des langfristigen Aufwärtstrends können Anleger mit einem Mini Future Bull-Zertifikat (ISIN DE000HV71PM0) von UniCredit one-markets setzen. Das Papier bildet Kursgewinne der SBO-Aktie mit dem Hebel 3,7 ab. Ein Anstieg von fünf Prozent würde bei dem Mini Future also zu einem Plus von 18,5 Prozent führen, wobei der Mechanismus auch umgekehrt wirkt. Die K.-O.-Marke liegt 21,5 Prozent vom aktuellen Kurs entfernt.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Schoeller-Bleckmann


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