Merck: Top-Chance nach dem übertriebenen Kursrutsch

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Bildquelle: Pressefoto Merck KGaA

Es kommt nicht besonders oft vor, dass die Aktie eines DAX-Unternehmens an einem Tag mehr als zehn Prozent verliert. Die Anteilseigner von Merck mussten am 27. Januar mit einem Kursverlust von exakt 10,13 Prozent einen solch schwarzen Tag hinnehmen. In den darauffolgenden Tagen ging es mit dem Titel des Pharmakonzerns weiter bergab. Seit Erreichen des Allzeithochs am 22. Januar belief sich der Wertverlust damit in der Spitze auf satte 16,7 Prozent.

Dem drastischen Kurssturz vorangegangen war eine Personalie. Demnach wird Merck-Finanzvorstand Matthias Zachert überraschend das Unternehmen verlassen und auf den Chefsessel des Chemiekonzerns Lanxess wechseln. Damit kehrt der Manager zu seinem alten Arbeitgeber zurück, bei dem er bis Mitte 2011 Finanzvorstand war. Die Investmentbank Morgan Stanley betonte, dass Zachert und seine Erfahrung bei Turnaround-Prozessen ein integraler Treiber der positiven Trendwende bei Merck gewesen sei. Böse Zungen behaupteten sogar, dass viele Investoren nur wegen Zachert in der Merck-Aktie investiert gewesen waren.

Wie dem auch sei: Fest steht, dass die Aktie Mitte Januar ziemlich heiß gelaufen war und eine Korrektur ohnehin überfällig schien.

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Die Wahrscheinlichkeit, dass die Merck-Aktie zunächst einmal seitwärts laufen wird, ist hoch. Daher bergen Inline-Optionsscheine kurzfristig ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis. Bei der Auswahl sollten sich Anleger am Allzeithoch von 135,55 Euro auf der Oberseite und an der Marke 110 Euro auf der Unterseite orientieren, wo eine aus dem Herbst 2013 stammende Unterstützung liegt. Extrem spannend ist ein bis 21. März laufender Inliner (ISIN DE000SG4UKU8) mit den K.-O.-Levels 109 Euro und 143 Euro. Wenn die Aktie bis zum Laufzeitende stets zwischen diesen Marken bleibt, wirft das Papier eine Rendite von satten 31,8 Prozent ab.

Fazit: Bleibt die Aktie vom Merck bis zum 21. März innerhalb der Kursbandbreite von 109,00 bis 143,00 Euro, wird der Inline-Optionsschein zu 10,00 Euro getilgt. Auf Basis des Briefkurses entspricht das einer Rendite von maximal 31,8 Prozent. Sollte der Basiswert auch nur ein einziges Mal eine der Barrieren berühren, verfällt der Inliner wertlos. Mit einem Abstand von 7,9 Prozent gilt dem unteren K.-O.-Level die größere Aufmerksamkeit. Auf der Oberseite ist mit 20,8 Prozent wesentlich mehr Platz.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Merck KGaA


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