Im Fokus Twitter: Ernüchterung kehrt ein

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Bildquelle: Twitter

Das hatten sich Twitter-Optimisten ganz anders vorgestellt. Nachdem der Kurznachrichtendienst erstmals als börsennotiertes Unternehmen Quartalsergebnisse vorgelegt hatte, kehrte in Bezug auf die Twitter-Aktie Ernüchterung ein. Während Twitter (WKN A1W6XZ) die Umsatz- und Gewinnerwartungen des Marktes für das vierte Quartal 2013 übertreffen konnte, sparte man sich das bisher schwächste Wachstum bei den Nutzerzahlen ausgerechnet für den mit Spannung erwarteten ersten Quartalsbericht seit dem Börsengang im November 2013 auf.

Laut Unternehmensangaben vom 5. Februar zählte Twitter zuletzt 241 Millionen Nutzer. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete dies einen Zuwachs um 30 Prozent. Allerdings konnte im Vorquartal noch ein wesentlich höheres Wachstum um 39 Prozent auf 232 Millionen Nutzer verzeichnet werden. Damit lag der Zustrom neuer Nutzer im Vergleich zum dritten Quartal jedoch gerade einmal bei knapp 4 Prozent. Bei den so genannten „Timeline Views“, einer Kennzahl, mit der Twitter die Intensität misst, mit der Nutzer auf dem Kurznachrichtendienst engagiert sind, verzeichnete das Unternehmen zwischen Oktober und Dezember im Vergleich zum Vorquartal sogar erstmals einen Rückgang. Gerade dies ist kein gutes Zeichen für ein Unternehmen, das davon lebt, dass Werbekunden der Ansicht sein müssen, dass ihre Werbung von möglichst vielen Menschen wahrgenommen wird.

Die Kursverluste der Twitter-Aktie unmittelbar nach der Veröffentlichung der jüngsten Quartalsergebnisse wurden vor allem durch die Sorgen der Anleger ausgelöst, dass das Unternehmen nicht genügend Nutzer anziehen könnte, um es in dem hartumkämpften Internet-Werbemarkt mit Google oder Facebook aufnehmen zu können. Allerdings konnte Twitter sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr 2013 einige Erfolge verbuchen. Die Erlöse konnten für beide Zeiträume im Vorjahresvergleich auf 243 bzw. 665 Mio. US-Dollar mehr als verdoppelt werden. Damit wurden die durchschnittlichen Analystenerwartungen nach Bloomberg von 218 Mio. US-Dollar für das Schlussquartal 2013 deutlich übertroffen.

Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie für das vierte Quartal konnte Twitter mit 2 Cents die Markterwartungen schlagen. Auf Analystenseite hatte man im Schnitt mit einem Minus von 1 Cent je Anteilsschein gerechnet. Insgesamt musste das Unternehmen jedoch einen deutlichen Quartalsverlust von 511 Mio. US-Dollar bzw. 1,41 US-Dollar je Aktie ausweisen. Für das deutliche Minus machte man auf Unternehmensseite unter anderem hohe Kosten in Zusammenhang mit dem Börsengang verantwortlich. Auf Gesamtjahressicht lag der Verlust bei 645 Mio. US-Dollar. Von Unternehmensseite wurden zudem neue Maßnahmen angekündigt, die den Zugang zu Twitter erleichtern und einen intensiveren Austausch zwischen den Nutzern ermöglichen sollten. Ob dies jedoch ausreichen wird, um die Zweifler an der Wachstumsgeschichte von Twitter lügen zu strafen, bleibt abzuwarten.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der Twitter-Aktie erwarten, können mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT04YP) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,16, die Knock-Out-Schwelle bei 38,10 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short orientiert ist und auf fallende Kurse der Twitter-Aktie setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT16QA, aktueller Hebel 2.19; Knock-Out-Schwelle bei 71,15 US-Dollar) die Gelegenheit dazu.

Stand: 06.02.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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1 KOMMENTAR

  1. Ich persönlich denke, dass Twitter auf lange Sicht eine grössere Chance hat als Facebook. Die Informationen bei Twitter sind viel rascher erhältlich und übersichtlicher. Facebook wirkt dagegen fast schon lahm und statisch. Schön wenn man eine zweite Webseite in Form von Facebook hat. Twitter ist spontan und attraktiv. Allerdings stellt sich für Investoren schon die Frage wie das grosse Geld generiert werden soll.

    Bei Facebook bin ich gespannt wie sie ihr Geld weiter investieren werden. Google macht vor wies geht. Von einer reinen Suchmaschine ist das Unternehmen zu einem komplexen Gebilde geworden, welches in zahlreichen Bereichen präsent ist. Facebook ist (bis jetzt) einfach nur Facebook und nicht mehr. Bleibt es so, wird Facebook auf lange Sicht wieder verschwinden.

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