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H&M: Vom Winterschlussverkauf und den Erwartungen einiger Analysten

Wenn wir derzeit durch die Innenstädte gehen, sieht man überall die Schilder mit den Aufschriften „Sale“ oder „Schlussverkauf“. In der Modebranche ist der Winter nämlich ganz klar vorbei, auch wenn er meteorologisch in manchen Regionen noch überhaupt nicht angefangen hat. Was für shopping-freudige Menschen lediglich Kaufanreize setzt, ist für die großen Textil-Ketten ein Grund, voller Elan auf das Frühjahr nach vorne zu sehen.

Erwartungen und Realität

Unsere Champions-Aktien der großen Textilketten H&M und Inditex sorgten in dieser Woche für Schlagzeilen, nachdem das schwedische Unternehmen seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2012/2013 vorgelegt hat. Blickt man auf die jüngste Kursreaktion könnte man meinen, dass die Geschäfte katastrophal liefen und Verluste angefallen sind. Doch weit gefehlt – lediglich die „Erwartungen“ einiger Analysten wurden bei manchen Bilanzpunkten verfehlt. H&M konnte dennoch den Jahresumsatz um 6 Prozent auf 129 Mrd. schwedische Kronen und den Nettogewinn um 2 Prozent auf 17,2 Mrd. schwedische Kronen steigern. Grund für die etwas auseinander laufende Entwicklung bei Umsatz und Gewinn war eine leichte Verschlechterung bei der Bruttomarge:

Statt 59,5 Prozent im Vorjahr belief sich diese nun auf 59,1 Prozent. Doch angesichts des immer wieder kurzfristig anziehenden Wettbewerbs sind solche kleinen Verschiebungen wirklich kein Grund zur Sorge. Anders formuliert – wenn Analysten ein schwaches Quartal als Problem ansehen, ist das eher ihrem kurzfristigen Denken geschuldet, als einer fairen Bewertung der Aktie. Denn:

Intakter Aufwärtstrend

Der Kursverlauf der Aktie mag kurzfristig einmal schwächer sein, doch dadurch ergeben sich auch immer wieder Chancen für einen Neueinstieg. Die H&M-Aktie ist seit über einem Jahrzehnt eine der meist empfohlenen Wertpapiere des boerse.de-Aktienbriefs. Immerhin konnte sich der Kurs binnen 10 Jahren mehr als verdreifachen:

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Ein Ende dieser Entwicklung scheint angesichts der ungebrochenen Beliebtheit der Marke H&M und ihrer kleineren Schwestern kaum in Sicht zu sein. Doch Sie wissen ja auch – die boerse.de-Aktienbrief-Redaktion verlässt sich bei Champions-Engagements ausschließlich auf die Zahlen der Performance-Analyse – und diese sind bei H&M nach wie vor im grünen Bereich:

Die Gewinn-Konstanz liegt beispielsweise mit 88 Prozent über dem Durchschnitt aller 100 Champions-Aktien (82 Prozent). Das Champions-Papier der Schweden brachte boerse.de-Aktienbrief-Lesern seit Frühjahr 2003 in 27 Empfehlungen einen durchschnittlichen Gewinn von knapp 94 Prozent – und ich bin mir sicher, da gab es sicherlich in den vergangenen zehn Jahren auch schon das eine oder andere Quartal, in dem H&M die „Erwartungen der Analysten“ verfehlt hatte. Der Blick auf den Langfrist-Chart relativiert so etwas aber wohl schnell.

Stand: 31.01.2013/ Ein Gastkommentar von Jochen Appeltauer, Chefredakteur Aktien-Ausblick
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Bildquelle: dieboersenblogger.de


1 Kommentar zu H&M: Vom Winterschlussverkauf und den Erwartungen einiger Analysten

  1. Nun, wenn jetzt die Deflation vor der Tür steht, dann tritt sicher eine Zurückhaltung der Käufer ein. Vielleicht sollte man jetzt nicht unbedingt auf Konsumwerte setzen.

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