Google: Alles richtig gemacht

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Bildquelle: Pressebild Google

Wenn man sich die futuristisch anmutenden Geschäftsfelder wie das selbstfahrende Auto oder die virtuelle Realität anschaut, an denen Google (WKN A0B7FY) werkelt, erscheint der Verkauf des Motorola-Handygeschäfts logisch. Mal ehrlich, wer braucht in Zukunft noch unhandliche Computerhandys, die man sich mit der Hand an das Ohr halten muss. Aber auch aus vielen anderen und etwas ernster gemeinten Gründen scheint es, als hätte Google trotz der großen Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis für Motorola einen guten Schnitt gemacht.

Obwohl sich Google eine Weile mit der Herstellung von Smartphones abgemüht hatte, hatte Motorola im Kampf gegen die beiden Platzhirsche Apple (WKN 865985) und Samsung (WKN 881823) zuletzt keine echte Chance. Gleichzeitig scheint die Wachstumsdynamik bei den Oberklasse-Computerhandys nachzulassen, während chinesische Anbieter mit günstigen Modellen die Margen unter Druck bringen. Da konzentriert man sich beim Internetriesen doch besser auf das Betriebssystem Android, das den Markt für mobile Betriebssysteme klar dominiert. Ganz nebenbei behält Google einen Großteil der Motorola-Patente, was ursprünglich der Hauptgrund für den Kauf war.

Wäre da noch die Frage des möglicherweise zu niedrigen Verkaufspreises von Motorola. Insgesamt beträgt der Preis, den Lenovo zahlen muss rund 2,9 Mrd. US-Dollar. Dagegen musste Google 2011 für Motorola satte 12,5 Mrd. US-Dollar hinblättern. Allerdings kommt man bei der „New York Times“ zu dem Ergebnis, dass Google trotz des niedrig anmutenden Erlöses eher Geld gewinnt als verliert. Grund sind die Barmittelreserven und Steuerguthaben, die Google beim Kauf von Motorola übernommen hatte, sowie der Erlös aus dem zwischenzeitlich verkauften Settop-Geschäft, der hohe Wert der im Unternehmen verbleibenden Patente und viele anderer Aspekte von denen Google zuletzt profitieren konnte.

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Wenn es ein Unternehmen also schafft einen Verlust von fast 10 Mrd. US-Dollar in einen Erfolg umzumünzen, muss man schlicht den Hut ziehen, genauso wie höchstwahrscheinlich vor den für heute Abend anstehenden Quartalsergebnissen. Die Analystenzunft geht für die Zeit von Oktober bis Dezember von einem Umsatzanstieg bei Google um 37,8 Prozent auf 16,75 Mrd. US-Dollar aus, während beim EPS ein Plus um 15,7 Prozent auf 12,26 US-Dollar erwartet wird. Allerdings dürfte es angesichts der früheren Erfahrungen nicht überraschen, wenn Google die Markterwartungen deutlich übertrifft. Wer daher auf Kurssteigerungen bei der Google-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN HV99XV ins Auge fassen.

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