Deutsche Telekom: US-Tochter sorgt weiter für Furore

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Telekom

Erst flog der Firmenchef von T-Mobile US (WKN A1T7LU), John Legere, von einer Party des Rivalen AT&T (WKN A0HL9Z). Nun durfte er verkünden, dass die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom (WKN 555750) im vierten Quartal einen neuen Rekord bei der Gewinnung von Neukunden aufstellen konnte. Damit dürfte er für noch mehr Verstimmung bei der Konkurrenz gesorgt haben, als es ihm beim aufsehenerregenden Auftritt Anfang der Woche gelungen ist.

Wie T-Mobile US bereits am Mittwoch mitteilte, konnte das Unternehmen im vierten Quartal 2013 dank einer aggressiven Kampagne mit innovativen und vereinfachten Tarifen sowie eines Netzausbaus mehr als 1,6 Millionen neue Kunden gewinnen. Es ist jedoch noch längst nicht ausgemacht, dass die derzeit gefahrene Strategie das Problemkind der Deutschen Telekom langfristig auf den Erfolgspfad führt. Immerhin kosten die neuen Verträge und der Netzausbau viel Geld, so dass diese Maßnahmen dem Unternehmen zuletzt einen Verlust einbrachten.

Zudem werden sich insbesondere die beiden großen Konkurrenten Verizon Wireless und AT&T das Treiben nicht untätig anschauen und auf die Kampfansage von T-Mobile US mit Hilfe ihrer geballten Finanzkraft reagieren. Dabei scheint insbesondere AT&T die Aufmüpfigkeit von T-Mobile ein Dorn im Auge zu sein, so dass AT&T angekündigt hat, Kunden von T-Mobile US ein Willkommensgeschenk in Höhe von bis zu 400 US-Dollar zu machen. Gänzlich offen bleibt ebenfalls, wie die US-Behörden bei einem möglichen Übernahmeversuch von T-Mobile US durch den drittgrößten Anbieter Sprint (WKN A1W1XE) reagieren würden.

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Ein Übernahmeversuch von AT&T scheiterte noch, da sich nach Ansicht der Wettbewerbshüter eine Situation mit zwei dominierenden Anbietern negativ auf die Kunden ausgewirkt hätte. Sollten Sprint und T-Mobile zusammengehen würde man immerhin drei ähnlich starke Konkurrenten erhalten, während Sprint und T-Mobile derzeit noch weit abgeschlagen hinter den beiden Platzhirschen rangieren. Allerdings gab es schon vereinzelte Gerüchte, wonach die US-Behörden Gefallen an einer Situation mit vier Anbietern und der kleinen US-Tochter der Deutschen Telekom als Innovationstreiber gefunden haben. Damit bleibt der Ausgang offen und die Auswirkungen auf den Kurs der T-Aktie ebenso. Wer an eine Übernahme glaubt, kann sich beispielsweise mit einem Hebelprodukt mit der WKN HV98KC auf der Long-Seite positionieren.

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3 KOMMENTARE

  1. Versteh ich das richtig, AT&T bietet Neukunden, die von T-Mobile kommen, 400 Dollar?? Aber Kunden die von einem anderen Anbieter kommen, bekommen nichts? Irgendwie ungerecht. Zudem mir das ohnehin nicht sympathisch wäre, wenn ein Unternehmen es nötig hat, auf diese Weise der Konkurrenz zu begegnen. So wird doch auch Aufmerksamkeit auf T-Mobile gelenkt und die Kunden fragen sich, ob AT&T sonst nichts zu bieten hat wenn sie die Kunden mit 400 Dollar bezahlen müssen, damit sie wechseln.

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