Aktien 2014: Bei E.ON & RWE soll es wieder besser werden

2
Bildquelle: Pressebild E.ON

Die beiden großen deutschen Energieversorger RWE (WKN 703712) und E.ON (WKN ENAG99) müssen ganz allein mit der Energiewende fertig werden. Zumindest findet sich nichts im Koalitionsvertrag zwischen der Union und SPD, was den Schluss nahe legen könnte, dass die Bevorzugung der Erneuerbaren Energien in einer für die Energieriesen zufriedenstellenden Weise abgebaut werden könnte. Gerade darauf hatten jedoch viele Anleger gehofft und den beiden im DAX notierten Papieren von E.ON und RWE zwischenzeitlich zu einer Erholungsrallye verholfen. Diese scheint nun wieder beendet zu sein.

Also gilt es für E.ON und RWE die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, die Konzentration auf Geschäfte in den Wachstumsmärkten außerhalb Europas und natürlich den lange verschlafenen Umstieg auf Erneuerbare Energien zu bewerkstelligen. In diesem Punkt wird E.ON im Vergleich zu RWE eine wesentlich bessere Aufstellung bescheinigt, während sich RWE mit seinen Kohlekraftwerken weit mehr in eine Sackgasse manövriert haben dürfte. Aus diesem Grund sollte auch die E.ON-Aktie derzeit die besseren Aussichten für das kommende Jahr liefern.

Außerdem konnte E.ON zuletzt mit dem Verkauf seines Regionalversorgers E.ON Mitte bessere Fortschritte bei der Portfoliobereinigung erzielen, während RWE laut eines Berichts des „Wall Street Journal“ möglicherweise nicht die erhoffte Mindestsumme von 5 Mrd. Euro beim Verkauf seiner Explorations- und Fördertochter Dea erzielen könnte. Zwar konnte RWE einen Erfolg einheimsen, indem das Bundesverfassungsgericht den Braunkohletagebau Garzweiler II bis 2045 erlaubte. Allerdings wurden die Hürden in Sachen Enteignungen und Umsiedlungen erhöht. Zudem ist selbst die Braunkohle nicht mehr der große Gewinnbringer vergangener Tage, da die Erneuerbaren Energien die Börsenstrompreise und damit die Rentabilität konventioneller Kraftwerke unter Druck gebracht haben.

CH_ENAG99_20131220

Welche der beiden Aktien 2014 besser laufen wird, bleibt angesichts der Faktenlage offen. Allerdings erscheint E.ON aufgrund seines internationalen Geschäfts deutlich unabhängiger von den deutschen Marktereignissen rund um die Energiewende. Auf der anderen Seite besteht bei RWE im Hinblick auf den Dea-Verkauf die Chance auf eine rasche Entschuldung des Konzerns. Von daher sind die Chancen auf eine Erholung wohl gleichverteilt. Charttechnisch sind beide Aktien keine Kaufkandidaten.

Hier gibt es weitere Aktien 2014.

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Wochen-Newsletter an. Immer samstags gehen wir in unserem bekannten und prämierten Blogstil auf unserer Meinung nach wichtige Themen der Woche ein und liefern Ihnen einen Markt-Roundup sowie Ausblick und Produkt-Informationen aus der D-A-CH-Region. Hier kostenlos anmelden – Ihre Mail-Adresse wird von uns nicht weitergegeben.

Bildquelle: Pressebild E.ON


2 KOMMENTARE

  1. Die armen Konzerne. Ich hab in Dortmund in einer Hauptfiliale nachmittags um 17 Uhr schon kein Licht mehr gesehen. Sparen die jetzt auch schon am Strom?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here