Aktien 2014: Die K+S-Aktie und die Turnaround-Chance

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Bildquelle: Pressebild K+S

DAX-Werte verlieren in der Regel nicht an einem Handelstag 10 Prozent an Wert. Doch die Aktie des Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers K+S (WKN KSAG88) verlor allein am 30. Juni 2013 mehr als 20 Prozent. Damit wurde die K+S-Aktie quasi über Nacht zu einem der am meisten beachteten Werte in der ersten deutschen Börsenliga, obwohl das Unternehmen selbst wohl am wenigsten dafür konnte. Nun hoffen die Anleger, dass eine Beruhigung am Kalimarkt im kommenden Jahr einen Turnaround bringt.

Derzeit wird kräftig spekuliert, ob denn die Kaliproduzenten Uralkali aus Russland und Belaruskali aus Weißrussland eine neue Vertriebspartnerschaft gründen und damit für eine Preisstabilisierung sorgen könnten. Immerhin war es die Aufkündigung des bis dahin größten Preiskartells Belarusian Potash Company (BPC), die die Kalibranche durchrüttelte und dem verantwortlichen Uralkali-Chef Vladislav Baumgertner Zeit im Gefängnis und später im Hausarrest in Weißrussland einbrachte.

Allerdings hängt der Erfolg einer möglichen Turnaround-Geschichte bei K+S von wesentlich mehr Faktoren ab, als nur von einem möglicherweise preisstabilisierenden Wiederaufleben einer russisch-weißrussischen Vertriebsallianz. K+S selbst verweist immer wieder auf die positiven Zukunftsaussichten. Die Rechnung ist dabei ganz einfach: Die wachsende Weltbevölkerung muss ernährt werden, was letztendlich die Nachfrage nach Nahrungs- und damit Düngemitteln steigert.

Leider ist K+S nicht das einzige Unternehmen, das dies erkannt hat. Immer mehr große und kleine Anbieter drängen auf den Markt, während das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern seinen Höhepunkt überschritten zu haben scheint. Zusammen mit der Finanz- und Wirtschaftskrise führen diese beiden Aspekte nun schon seit Jahren zu fallenden Kalipreisen. Gleichzeitig hält K+S unbeirrt am teuren Legacy-Projekt in Kanada fest, bei dem nicht geklärt ist, ob die weltweiten Kalipreise ausreichen werden, um es gewinnbringend zu betreiben.

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Kurzfristig bietet sich wenigstens die Chance, dass 2014 Aufholeffekte einsetzen könnten, da sich viele Abnehmer angesichts sinkender Preise und der allgemeinen Marktunsicherheiten mit Bestellungen zurückgehalten haben. Damit wird ein möglicher Turnaround auch weiterhin, weniger von K+S selbst und seinem Sparprogramm, sondern vielmehr von den allgemeinen Marktbedingungen abhängen.

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Bildquelle: Pressebild K+S


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